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Ilse C. (73) mit ihrem Mischlingshund Janni (7).

Leinenpflicht  & Co am Verwaltungsgericht

Hundehalter vor Gericht: Hier lesen Sie drei bissige Fälle

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  • Tobias Scharnagl
    Tobias Scharnagl
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Was für ein Hunde-Tag beim Verwaltungsgericht. Am Mittwoch mussten die Richter gleich drei Prozesse mit Hundebeteiligung verhandeln. Ganz schön bissig.

München - Wau! Das Verwaltungsgericht ist auf den Hund gekommen. Gleich drei Prozesse verhandelten die Richter am Donnerstag.

Fall 1: Mischling Janni (7) muss seit Juli 2016 Maulkorb und Leine tragen, dazu hatte die Gemeinde Unterhaching sein Frauchen Ilse C. (73) verdonnert. Hintergrund: Ein Mädchen (9) hatte behauptet, Janni hätte sie gebissen. Eine Freundin hatte den Mischling ausgeführt, während Ilse C. mit Gipsbein zu Hause lag. „Alles übertrieben“, sagt sie. „Janni hat sie nur gezwickt.“ Vorher hätte das Mädel den Hund geärgert. Das Gericht entschied: Leinenzwang! Aber der Maulkorb darf außerorts wegbleiben. „Das freut mich“, sagt Ilse C. Im Wald nimmt sie Janni eh an die Leine.

Fall 2: Hündin Lena soll im Juni einen Jogger in Keferloh gebissen haben, die Stadt verpasste ihr einen Maulkorb. Halter Helmut R. (76) streitet den Biss ab und klagt gegen den Bescheid. Lena sei „lammfromm“ und habe dem Jogger nur „Hallo sagen“ wollen, dabei habe sie ihn mit den Vorderpfoten gekratzt. Der Richter schlug vor, es bei der Leinenpflicht zu belassen. Der Jogger trage eine Mitschuld, ein Maulkorb sei deshalb „überzogen“. Darauf wollte sich die Stadt nicht einlassen. Das Urteil folgt noch.

Fall 3: Nach einem „Beißvorfall“ sollte ein Jagdhund Leine und Maulkorb tragen. Die Halterin machte geltend, der Hund gehöre ihr nicht. Sie habe ihn nur ausgeführt. Ausgang offen.

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