Bericht: Linkin-Park-Sänger Chester Bennington ist tot

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Manuel P. (28, Name geändert) hat die Vorwürfe über Verteidiger Santosh Gupta (rechts) gestanden.

Angeklagter legt Geständnis ab

Im Drogenrausch: Vater missbraucht Tochter (5)

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München - Was musste dieses Mädchen nur ertragen? Am Mittwoch stand der Vater der kleinen Emily (5) vor Gericht. Er hatte seine Tochter missbraucht – im Drogenrausch, über Monate hinweg.

Gleich zu Prozessbeginn legte Manuel P. (28, alle Namen geändert) ein Geständnis ab. „Die Vorwürfe stimmen“, ließ er Verteidiger Santosh Gupta ausrichten. Und der Elektroinstallateur: „Ich wusste, etwas stimmt nicht mit mir.“

Seine Beziehung zur Kindsmutter war zerrüttet, deshalb schluckte er Ecstasy-Pillen und betrank sich heftig. Die Probleme bekam Tochter Emily im Frühsommer 2014 zu spüren: Ihr zeigte er Porno-Filme und zwang sie, seinen Penis in den Mund zu nehmen. An die konkreten Vorfälle will sich Manuel P. nicht mehr erinnern...

Emily wurde im Kinderheim auffällig

Ans Tageslicht kam der schlimme Fall nur, weil Emily im Kinderheim auffällig wurde – dorthin gaben die Eltern sie ab, weil sie mit der Erziehung überfordert waren. „Sie war grimmig, abweisend und hat nur schwer Kontakt aufgebaut“, sagte eine Pädagogin aus. „Oft hat sie nackt posiert, wollte zu größeren Jungs ins Bad und mit Erwachsenen knutschen.“ Ein Wort, das Kinder eigentlich nicht kennen. Erschreckend auch, dass Emily konkrete Sex-Praktiken ausüben wollte. „Die Mama tut das auch“, begründete sie den Erziehern. Ihnen zeigte sie auch die Videos auf ihrem Handy.

Der Prozess wirft ein fatales Bild auf die seelische Entwicklung des Mädchens. Aus ihrem Verhalten lasen Psychologen, dass sie schwer missbraucht wurde. Im Gespräch mit dem Jugendamt gab Manuel P. dann alles zu. Am 5. Juli 2016 wurde er festgenommen und sitzt seither in U-Haft. Bei einer Durchsuchung seiner Sendlinger Wohnung fanden Polizisten auch Kinderpornos.

Für Manuel P. hatte Richterin Ines Tauscher wenig Mitleid übrig. Ihn verurteilte sie zu drei Jahren Haft, ordnete zunächst aber die Unterbringung in einer Entzugsklinik an. Nach Therapie-Ende könnte er dann auf Bewährung freikommen.

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