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Abhängen im Sand: Der Kulturstrand ist bei den Münchnern beliebt. 

Kompromiss des KVR kommt nicht gut an

Im Rathaus will man keinen zweiten Kulturstrand

München - Das Ringen um eine Standort für den Kulturstrand im kommenden Jahr geht weiter: Die Kompromiss-Pläne des Kreisverwaltungsreferats stoßen im Rathaus auf wenig Gegenliebe.

Zwei Kulturstrände im Jahr 2017 – diesen Plan verfolgte das Kreisverwaltungsreferat (KVR). Doch daraus wird nichts. Nach Informationen unserer Zeitung lehnen die Große Rathauskoalition sowie auch Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) den Vorschlag der Ordnungsbehörde ab. Ob die Stadtratsvorlage für den 13. Dezember entsprechend modifiziert wird, ist unklar. KVR-Chef Thomas Böhle (SPD) wollte sich dazu auf Nachfrage nicht äußern. Eine Rolle dürfte dies ohnehin nicht mehr spielen, weil SPD und CSU zwei Veranstaltungen den ganzen Sommer über nicht mittragen würden.

Der Stadtstrand ist ein Politikum 

Der dreimonatige Kulturstrand mit Sand, Bars, Live-Musik und Theater fand in den vergangenen beiden Jahren am Vater-Rhein-Brunnen an der Isar und auch zuvor stets im Bereich der Altstadt oder Isarvorstadt statt. Nachdem in diesem Jahr erstmals nicht die Urbanauten als Veranstalter zum Zuge gekommen waren, entwickelte sich die Freiluftveranstaltung immer mehr zum Politikum. Und nicht nur das: Die Vergabe des KVR  an den neuen Betreiber Urban League GmbH um Zehra Spindler löste sogar einen Rechtsstreit aus. Benjamin David, Chef der Urbanauten, kritisierte die Kriterien der Ausschreibung als nicht nachvollziehbar – und zog vor Gericht.

Die Auseinandersetzung dauert immer noch an. Allerdings schien die Absicht des KVR gewesen zu sein, den Streit mit dem Kompromiss zu befrieden, künftig zwei Strände zuzulassen: einen am Vater-Rhein-Brunnen und einen an der nahe gelegenen Corneliusbrücke. Damit würden auch zwei Veranstalter zum Zuge kommen – und die Chancen Davids – immerhin Erfinder des Kulturstrandes – wären wieder aussichtsreich.

Rathaus bremst KVR aus

Nachdem die Idee des Kreisverwaltungsreferats aber schon bei den Kommunalpolitikern der Bezirksausschüsse Altstadt-Lehel und Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt nicht besonders gut ankam, wird das KVR nun auch von der Rathausspitze ausgebremst. OB Reiter ist wenig begeistert von einer Doppelveranstaltung, die Regierungsfraktionen von SPD und CSU wollen am Montag eine endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen in dieser Frage treffen. Die Tendenz ist aber schon jetzt klar: „Zwei Strände wird es nicht geben. Wenn, dann einen. Und da wäre der Vater-Rhein-Brunnen als Standort nach wie vor am besten“, erklärt die Sprecherin der CSU-Fraktion, Birgit Unterhuber. Konkretes könne man aber erst sagen, wenn die Beschlussvorlage des KVR fertiggestellt sei.

Laut SPD-Stadtrat Christian Vorländer hat es über die Zukunft des Kulturstrandes bereits interfraktionelle Gespräche gegeben. Auch aus seiner Sicht ist der Tenor eindeutig: „Es wird nicht auf zwei Veranstaltungen hinauslaufen.“ Dies wäre dann doch eine zu große Belastung für den innerstädtischen Isarraum, meint Vorländer.

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