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Trotzdem sind Zahlen alarmierend

In diesen Vierteln sind Eigentumswohnungen noch am wenigsten teuer

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In Sachen Wohnungsmarkt kann den Münchner nur noch wenig schocken – doch diese Zahlen für Eigentumswohnungen sind alarmierend. 

In Sachen Wohnungsmarkt kann den Münchner nur noch wenig schocken – doch diese Zahlen sind alarmierend: In München kosten Eigentumswohnungen – egal ob Neubau oder Bestand – doppelt so viel wie vor zehn Jahren! Das sagt der neueste Marktbericht des Immobilienverbands IVD. In Laim etwa – von der Qualität der Wohnlage als „gut“ eingestuft – kostet eine Wohnung mit gutem Wohnwert im Durchschnitt schon stolze 5850 Euro pro Quadratmeter. 

In sehr guten Vierteln wie Nymphenburg sind es durchschnittlich sogar 8300 Euro. Wohnwahnsinn München! Ausreißer gibt es nur in begrenztem Maße: Die in der Karte (siehe rechts) hellgrün gefärbten Viertel wie Langwied oder Am Hart sind – auf hohem Niveau – noch am erschwinglichsten. Mit guter Ausstattung kosten Wohnungen hier im Durchschnitt 4400 Euro pro Quadratmeter. Grün ist die Hoffnung… Wer etwas Größeres als eine Wohnung kaufen möchte, muss noch tiefer in die Tasche greifen. Allein die Baugrundpreise für freistehende Einfamilienhäuser sind dreieinhalb Mal so hoch wie noch 2007. Wer ein fertiges Einfamilienhaus, Reihenmittelhaus oder eine Doppelhaushälfte will, zahlt bis zu doppelt so viel. „Auch wenn der Preisauftrieb deutschlandweit etwas abflacht, ist in Bayern und speziell in München nichts davon zu spüren“, sagt IVD-Leiter Stephan Kippes. 

In ganz Bayern sind die Kaufpreise für neue Doppelhaushälften innerhalb eines Jahres am heftigsten gestiegen: um 4,3 Prozent. Danach folgen Baugrundstücke für Einfamilienhäuser (vier Prozent). Bei Eigentumswohnungen fällt die Steigerung bayernweit mit 2,6 Prozent moderat aus. Nicht so in München: Dort stiegen die Kosten für Eigentumswohnungen schon innerhalb eines halben Jahres um 4,5 Prozent. Das Problem: Das Einkommen der Münchner stieg zwar seit 1995 um 34 Prozent, die Kaufpreise aber gleichzeitig um 122 Prozent. Wer auf ein Schnäppchen hofft, sollte sich woanders in Bayern umschauen. In Fürth etwa stiegen die Kosten für Einfamilienhäuser im Vergleich zum Herbst nur um 0,6 Prozent, die für Eigentumswohnungen im Bestand blieben auf dem Stand von vor einem halben Jahr.

Lesen Sie unseren Faktencheck: Darum kostet die Wohnungsnot die Stadt Millionen. Und lesen Sie, wie Sie sich in vier Schritten gegen hohe Mieten wehren

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