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Cedrik Bosse ist Administrator der  Facebook-Gruppe „Pokémon Go München“.

Cedrik Bosse ist Administrator

In dieser Facebook-Gruppe helfen und verabreden sich Pokémon-Go-Spieler

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Ihr Netz erstreckt sich durch ganz München: Die Pokémon-Go-Spieler sind über die Facebook-Gruppe von Cedrik Bosse bestens organisiert. Rund 5800 Mitglieder tauschen sich hier fast täglich über alle Aspekte des interaktiven Spiels aus. 

Hinter den Türen der Facebook-Gruppen ist ein spannender Mikrokosmos entstanden, der die Menschen dieser Stadt auf einem digitalen Marktplatz zusammenbringt. Merkur.de und tz.de werden Ihnen in den kommenden Wochen einige Gründer und Administratoren dieser Gruppen vorstellen.

Wo gibt es ein neues Nest? Welche Pokémons treiben sich in den Stadtvierteln herum? Das wissen die Mitglieder der Gruppe „Pokémon Go München“ immer sofort – dank der zahlreichen aktiven und engagierten Mitglieder. Sie organisieren sich, tauschen Informationen über aktuelle Updates aus und verabreden sich gezielt zu sogenannten Raids, die nur gemeinsam durchgeführt werden können. Circa fünf neue Mitglieder kommen jeden Tag dazu, schätzt der Gruppengründer Cedrik Bosse (21, Student). 

„Geht sich noch was in Pasing? Würde morgen mal hinfahren“, schreibt Fabian. 

„Ein Knilz Nest am FKK Strand. Niantec hat Humor“, schreibt Florian zusammen mit einem Screenshot von einer Karte des Feringasees.

„Ist da noch wer dabei? Wir wären zu zweit“, schreibt Fanny zu einem Bild ihres Raid-Passes. 

„Hallo in die Runde ist hier jemand aus der Gegend Johanneskirchen? Suche eventuelle Raid-Partner“, schreibt Jeremy.

Bosse hatte die Gruppe im Dezember 2015 ursprünglich für sich und ein paar Freunde gegründet. Nachdem lange Zeit unklar war, wann es losgehen würde, schon vor dem offiziellen Start des Spiels Pokémon Go. Sieben Monate vor dem Release des Spiels explodierten dann plötzlich die Mitgliederzahlen. Das Interesse an gemeinsamen Aktionen ist seitdem ungebrochen hoch: Rund 5800 Mitglieder zählt die Gruppe derzeit (Stand: 10. Januar 2018). Täglich werden es mehr. Die Gruppendynamik ist erstaunlich: Vergangenen Oktober gab es ein neues Update. Rund 200 Leute haben sich daraufhin spontan in Pasing getroffen, um gemeinsam auf die Jagd zu gehen, erinnert sich der 21-Jährige.

„In der Gruppe geht es um Informationsweitergabe rund um das Spiel, Strategien und Taktiken, vor allem aber geht es um Gruppenbildung mit Personen in der Nähe“, sagt Cedrik Bosse. Er selbst sei ein bis zwei Stunden am Tag unterwegs, um Pokémon Go zu spielen. Meist auf dem Weg in die Uni, abends manchmal bei gezielten Aktionen oder Treffpunkten. 

Der Gründer der Facebook-Gruppe, Cedrik Bosse. Wenn er nicht auf der Jagd nach Pokémon ist, studiert er Gesundheitswissenschaften an der TU München.

Zwölf Administratoren und fünf Moderatoren kümmern sich darum, dass in der Gruppe nur wirklich relevante Sachen landen. Am meisten Ärger machen Beitrittsanfragen von Fake-Accounts. Knatsch unter Mitgliedern ist hingegen eher selten. „Mal eine Meinungsverschiedenheit, mehr nicht“, erzählt Bosse. Ein harmonischer Treffpunkt also. 

Zusätzlich zu den besseren Erfolgen beim Spiel, hat die Facebook-Gruppe noch einen schönen Nebeneffekt: „Ich habe unglaublich viele Leute kennengelernt. Viele Bekanntschaften sind zu Freundschaften geworden, wenn man mehrere Stunden miteinander unterwegs ist, redet man zwangsläufig auch mal über Privates“, sagt Cedrik Bosse. „Alleine macht es einfach nicht so viel Spaß.“

Sie leiten eine Facebook-Gruppe? Werden Sie Mitglied unserer nützlichen Admin-Gruppe

Hier gelangen Sie zur Facebook-Gruppe „Pokémon Go München“.Merkur.de und tz.de haben für Gruppen-Administratoren in München und Umgebung eine Gruppe gegründet. Darin tauschen sich die Mitglieder über ihre Erfahrungen aus, teilen Ideen und unterstützen sich – denn Tipps sind wertvoll. Haben auch Sie eine Facebook-Gruppe in München und Umgebung? Dann werden Sie jetzt Mitglied.

Lesen Sie hier Portraits der Facebook-Gruppe „München verschenkt“„Mamis München“,  „Verkaufe/Suche München & Umgebung“ und „Ausflugs-Tipps für/mit Kindern in und um München drum rum“

Merkur.de und tz.de haben Gruppen für S-Bahn-Pendler gegründet

Wir haben für jede S-Bahn-Linie eine Facebook-Gruppe gegründet, in der sich Fahrgäste selbst organisieren können: Bilden Sie Fahrgemeinschaften, wenn Ihre S-Bahn ausfällt. Organisieren Sie ein Taxi und teilen Sie sich mit mehreren die Kosten. Oder bitten Sie andere Betroffene schlicht um Hilfe - oder bieten Sie einen Platz in Ihrem Auto an. Zusammen mit anderen Pendlern sind Sie im S-Bahn-Chaos weniger allein.

Nutzen Sie die Gruppe Ihrer S-Bahn-Linie auch, um sich und andere darüber zu informieren, bis wann ungefähr mit Zug-Ausfällen und -Verspätungen zu rechnen ist. Hier gelangen Sie zur Liste aller S-Bahn-Gruppen auf Facebook.

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