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München trauert: Augustiner-Chef Inselkammer starb beim Heli-Skiing in Kanada. Er wurde unter einer Lawine begraben.

Bei Starkbieranstich am Nockherberg

"Pass bloß auf!" Freunde warnten Inselkammer

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München - Schreckliche Ironie: Augustiner-Chef Jannik Inselkammer sprach beim Starkbieranstich am Nockherberg - in der Woche vor seinem Tod - offenbar mit Freunden über die Lawinengefahr beim Heli-Skiing.

Er saß gemütlich mit Freunden zusammen und genoss das Politiker-Derblecken, als das Gespräch auf seinen Ski-Urlaub in den kanadischen Bergen kam. Freunde warnten ihn: "Pass bloß auf! Nicht, dass du unter einer Lawine verschüttet wirst." Inselkammer soll gut gelaunt entgegnet haben: "Keine Angst, ich habe eine gute Betreuung dabei."

So berichtet es die Bild. Tatsächlich genießt das Helikopter-Unternehmen, mit dem Inselkammer unterwegs war, einen herausragenden Ruf und gilt als hochseriös. Das gab dem leidenschaftlichen und erfahrenen Skifahrer wohl zusätzlich ein Gefühl von Sicherheit. Freunden zufolge hatte er Wochen lang vor dem Ski-Trip schon geschwärmt. Tiefschnee, schier unendliche, unberührte Pistenmeter: Bei solchen Pistenverhältnissen geht wohl jedem Wintersportler das Herz auf. Dass ein tragisches Unglück passieren würde, damit rechnete Inselkammer nicht. Schon gar nicht beim zünftigen Zusammensein am Nockherberg wenige Tage zuvor.

Heli-Skiing war für den 45-Jährigen außerdem auch kein neues Abenteuer. Schon seit Jahren fuhr Inselkammer zusammen mit Spezln ins kanadische British Columbia zum Heli-Skiing. Er kannte sich aus, liebte die Berge im Sommer wie im Winter. Dennoch galt der beliebte Unternehmer auch beim Sport nicht als Draufgänger. Die Gefahr habe er nie herausgefordert, berichten Freunde.

Trauer um Jannik Inselkammer

Trauer um Jannik Inselkammer

So auch am Tag des Unglücks. Am Montag waren die vier Deutschen zusammen mit einem örtlichen Skilehrer in der Berggruppe Selkirk Range unterwegs – an den Hängen der so genannten Birthday Bowl, etwa 75 Kilometer nördlich der 7000-Einwohner-Stadt Revelstoke. Die Männer ließen sich per Hubschrauber auf einen 2550 Meter hohen Berg bringen und fuhren anschließend drei Mal durch den frischen Tiefschnee bis auf 1400 Meter ab. Dort warteten sie nach Angaben ihres Heli-Skiing-Anbieters Canadian Mountain Holidays (CMH) auf den Helikopter, der sie zu einer benachbarten Abfahrt bringen sollte. Aber dazu kam es nicht: Vom Berg löste sich gegen 11.30 Uhr Ortszeit eine gewaltige Lawine, die alle fünf Männer erfasste, aber nur Inselkammer unter sich begrub.

kg/mm/tz

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