Schießerei an High School bei Los Angeles: 15-Jähriger auf der Flucht

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Interview: Schweres Erbe auf dem Nockherberg

München - André Hartmann ist der neue Christian Ude auf dem Nockherberg. Im Interview spricht er über sein schweres Erbe und seine Talente.

Mit Vorgänger Uli Bauer will André Hartmann sich gar nicht erst vergleichen – auch wenn er zugibt, dass er schon ein wenig Bammel hat vor seinem Singspiel-Auftritt als Christian Ude auf dem Nockherberg. Der 33-jährige Musiklehrer und Stimmen-Imitator belohnt seine Schüler ab und zu mit einer Gerhard-Schröder-Parodie.

Herr Hartmann, können Sie mir mal für ein paar Takte den Ude machen?

Klar: „Es ist sehr vehement – und ich freue mich als Oberbürgermeister der schönen Stadt München . . .“

Respekt! Wie ist Singspiel-Autor Biedermann auf Sie gekommen?

Man kennt sich in den Kreisen. Ich mache seit zwei Jahren in meinen Solo-Shows auch Christian Ude nach. Vor nicht langer Zeit ist Biedermann dann auf mich zugekommen.

Nachdem Uli Bauer ihm abgesagt hatte?

Da gibt es unterschiedliche Versionen, aber mehr kann ich da nicht sagen.

Sie treten ein schweres Erbe an. Bauer hat Ude 15 Jahre verkörpert. Wie finden Sie ihn?

Ich finde ihn großartig und werde mich hüten, mich an ihm zu orientieren. Ich möchte meinen eigenen Ude finden. Vielleicht ergibt sich ja mal etwas – die beiden treten ja jetzt schon als doppelter Ude auf. Vielleicht ja demnächst als dreifacher Ude? Ich glaube, das wäre ganz im Sinne des Oberbürgermeisters.

Belastet Sie dieses Erbe auch? Bauer ist beliebt. Haben Sie Angst, dass die Leute hinterher sagen: Der war aber besser?

Diese Möglichkeit besteht immer. Ich glaube, dass ich es gut machen werde. Ich habe immerhin auch schon mal einen Schröder beerbt.

Ist es schwerer, beliebte Politiker zu imitieren als unbeliebte?

Es gibt kaum einen Politiker, der nicht polarisiert. Bei Schröder hatte ich manchmal den Eindruck, dass ich ihn den Leuten noch beliebt gemacht habe. Viele haben gesagt: So wie ich ihn darstelle, würden sie ihn glatt wählen – sonst nicht. Ich gebe meinen Figuren schon auch Liebe mit. Richtig unsympathische Politiker würde ich nicht nachmachen.

Wen zum Beispiel?

Sag’ ich nicht (lacht).

Schade. Sie können 45 Persönlichkeiten imitieren. Von Falco über Reiner Calmund bis zu Inge Meysel – welche ist Ihnen die liebste?

Bisher war es immer Gerhard Schröder. Das könnte sich aber zum 3. März ändern.

Bauer ist Ude auch optisch recht ähnlich.

Ich muss sagen: Ich sehe weder Schröder noch Ude ähnlich. Da vertraue ich der Maske des BR. Meine größere Statur hilft mir bei Ude sicher mehr als bei Schröder.

Sie sind in Planegg Musiklehrer. Wie reagieren Ihre Schüler auf Ihr Wirken?

Die Schüler finden das schon gut. Ich bin heute von 30 Seiten angesprochen worden. Die Meldung im Merkur hat sich schnell rumgesprochen.

Lassen Sie die Schüler an Ihrem Können teilhaben?

Doch. Ab und zu, wenn die Klasse es sich verdient hat, kriegt sie eine Kostprobe. -Wenn sie die Harmonielehre draufhaben, bekommen sie den Schröder? Genau, so in der Art. (als Schröder) „Ich bin ja der Inbegriff von Harmonie, hä hä hä.“

Werden Sie auf dem Nockherberg denn auch als Musiker gefragt sein?

Das haben wir mal besprochen, ich weiß es noch nicht.

Sie sind bis Ende der Woche noch im „Rohrer und Brammer“ an der Münchner Kaiserstraße zu sehen. Geben Sie da schon den Ude?

Da nicht, aber am kommenden Sonntagvormittag veranstaltet meine Schule, das Feodor-Lynen-Gymnasium, eine Benefiz-Gala zu Gunsten einer Nepal-Hilfe. Um 11 Uhr bin ich im „Kupferhaus“ in Planegg als „Stargast vom Nockherberg“ angekündigt. Da werde ich den Ude geben.

Die Salvator-Probe am Nockherberg wird heuer wieder live übertragen. Haben Sie davor Bammel?

Ich glaube schon, dass meine Aufregung dadurch erst mal größer sein wird. Es darf einfach nichts passieren. Aber es darf ja auch sonst nicht viel passieren – man steht vor 500 Promis. Also (lacht): Es wird schon gut gehen.

Das Gespräch führte Johannes Löhr

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