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Pläne für die Isar: Hier könnte nach dem Wunsch der Münchner CSU das neue Flussbad entstehen.

CSU fordert

Hier könnte die Isar ein Flussbad bekommen

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München - Ein Schwimmbad in der Isar, mitten in der Stadt: Dafür werben Initiativen schon seit längerem. Jetzt könnte Bewegung in die Sache kommen. Die Stadtrats-CSU beantragt nun offiziell ein Flussbad für München.

25 Grad Wassertemperatur meldete das Flussbad „Oberer Letten“ in Zürich gestern. Wirklich abkühlen kann man sich in dem 400 Meter langen Schwimmkanal des Flusses in der Züricher Innenstadt an heißen Sommertagen also nicht unbedingt. Der Beliebtheit bei den Zürichern hat das nicht geschadet. Im Internet sind ausnahmslos begeisterte Einträge zu finden. „Für null Franken“, heißt es, könne man hier „unbezahlbare Tage“ verbringen.

Vorbild Zürich

So sieht das Flussbad in Zürich aus.

So wie an der Isar. Das Sonnen, Lesen, Spielen am Fluss ist in München beliebt wie nie. Und auch das Schwimmen kommt immer mehr in Mode. Im innerstädtischen Bereich ist es aber eigentlich verboten. Initiativen wie der Verein „Isarlust“ werben deshalb schon länger für ein Isarflussbad nach Züricher Vorbild. Und jetzt könnte Bewegung in die Sache kommen. Am Dienstag stellte die Stadtrats-CSU offiziell den Antrag, ein Flussbad in München einzurichten. Am Donnerstag diskutiert Bürgermeister Josef Schmid, ebenfalls CSU, am Kulturstrand der Urbanauten mit Flussbad-Aktivisten aus Zürich, Kopenhagen, New York und Berlin über ihre Projekte (Vater-Rhein-Brunnen, ab 19 Uhr).

Isar Flussbad: Standortfrage wäre geklärt

Sogar einen Standort gibt es schon für ein Flussbad in München – zumindest ungefähr. An der kleinen Isar wie vor 100 Jahren soll es nicht sein. Da legt sich die CSU fest – und auch Benjamin David von „Isarlust“ sagt, wegen ökologischer Bedenken wolle man dort keinen Betrieb. Stattdessen heißer Favorit für den Badespaß: Der Bereich zwischen Cornelius- und Ludwigsbrücke, vor allem der Standort an der Erhardstraße direkt unterhalb des Europäischen Patentamts.

Die Stadt hat ohnehin vor, hier die Zugänglichkeit zum Fluss zu verbessern, der heute kerzengerade an einer Kaimauer vorbeifließt. Die Rede ist etwa von Stufen, mit denen man zumindest näher an den Fluss herankommen könnte. Auf Brettern kann man in Zürich am Fluss liegen. Von dort aus führen Leitern wie im Schwimmbad hinab ins Wasser. In München könnte sich David auch kleine Pools im Wasser vorstellen. Auf jeden Fall sollen die „Standards der öffentlichen Schwimmbäder“ gelten, heißt es im CSU-Antrag. Es soll also wohl auch einen Bademeister oder eine andere Aufsicht geben.

Würde das Flussbad Eintritt kosten?

Ob das bedeutet, dass Badegäste Eintritt zahlen müssen? Nicht unbedingt. Benjamin David verweist darauf, dass viele Städte, die am Meer liegen, ja auch kostenlose Strände hätten – obwohl das Baden dort überwacht wird. Bürgermeister Josef Schmid teilte mit, „kostengünstige Freizeitangebote“ seien wichtig. Schmid nannte sich einen „Fan der Flussbad-Idee gerade in einer immer teurer werdenden Stadt“. Im Rathaus hat Stadträtin Kristina Frank die CSU-Initiative angestoßen. „Die Wasserqualität ist hervorragend!“, betonte sie.

Deshalb ist das Baden ja in der Isar auch erlaubt. Aber seit 1976 nicht mehr zwischen Reichenbach- und Tivolibrücke. Benjamin David hofft, dass der Stadtrat das Verbot jetzt wieder kippt – und das Schwimmen im Bereich des Flussbads noch attraktiver macht. David wirbt damit, dass eine neue Attraktion die überlaufenen Teile des Ufers entlasten könnte. Er verweist zum Beispiel auf den Flaucher, an dem es an Sommertagen zugeht wie samstagmorgens am Stachus. „Im Süden und im Norden ist die Isar so überlaufen“, sagt er. „Und in der Mitte gibt es drei, vier Kilometer, an denen alles verboten ist, was Spaß macht.“ Möglich, dass sich das bald ändert und die Münchner sich auch am Deutschen Museum abkühlen können. Rund 20 Grad werden in diesen Tagen in der Isar gemessen – ganze fünf weniger als in Zürich.

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