+
Bis Donnerstag muss Imam Benjamin Idriz 3,5 Millionen Euro Spenden nachweisen. Sonst ist das Grundstück weg.

Im Kreativquartier

Islamzentrum für München: Diese Woche Entscheidung

  • schließen

München - Woche der Entscheidung für das Islamzentrum: Bis Donnerstag muss Imam Idriz 3,5 Millionen Euro Spenden nachweisen. Sonst läuft die Reservierung für das Grundstück an der Dachauer Straße aus. Doch die Situation ist verzwickt.

Die Entscheidung über das Münchner Islamzentrum steht unmittelbar bevor. Am Donnerstag läuft die Frist aus, bis zu der die Stadt eine Fläche an der Dachauer Straße für das Projekt des Penzberger Imams Benjamin Idriz reserviert hält. Im Rathaus hat sich zuletzt offenbar nichts an der Meinung geändert, dass dies die letzte Frist sein soll. Eine weitere Verlängerung soll Idriz nicht bekommen.

In den vergangenen Jahren war ihm immer noch mehr Zeit für das Mega-Projekt – geschätzte Kosten: 40 Millionen Euro – gewährt worden. Bis Donnerstag muss Idriz Spenden über 4,5 Millionen Euro nachweisen, damit die Stadt die Fläche am entstehenden Kreativquartier weiter reserviert. Idriz benötigt dafür angeblich noch 3,5 Millionen Euro. Auf Twitter startete er dieser Tage noch einmal einen Aufruf. Doch woher soll das Geld kommen? Vor Monaten war die Rede von einem betagten Geschäftsmann aus Saudi Arabien, der bereit sei, das Zentrum zu finanzieren. Das Königreich verhinderten die Spende angeblich. 

Seit einigen Tagen ist nun von einer katarischen Stiftung zu hören, die ein ähnliches Islamzentrum in Frankreich finanziert haben soll. Möglicherweise läuft Idriz nun aber auch endgültig die Zeit davon. Die Stadtspitze hat mehrfach klargestellt, dass man keine anonyme Spende will. Auf der anderen Seite ist es auch arabischen Geldgebern oft wichtig, dass die politischen Repräsentanten ihnen die Ehre erweisen. Nun bleiben aber nur noch zwei Tage. Und wo man sich auch umhört im Rathaus: Keiner glaubt, dass Idriz noch einmal eine Fristverlängerung bekommen kann. Idriz selbst will sich dieser Tage nicht äußern. Nach Ablauf der Frist werde er sich erklären.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kaffeemaschine defekt: Flugzeug muss außerplanmäßig landen
München - Wegen einer defekten Kaffeemaschine an Bord ist eine Lufthansa-Maschine am Donnerstag außerplanmäßig auf Zypern gelandet.
Kaffeemaschine defekt: Flugzeug muss außerplanmäßig landen
Sommerbaustellen: Münchens schlimmste Stau-Fallen
Das alljährliche Straßenbauprogramm in den Sommerferien verlangt den Autofahrern heuer besonders viel Geduld ab. Wir haben aufgelistet, wo die schlimmsten Staufallen …
Sommerbaustellen: Münchens schlimmste Stau-Fallen
So ehrt München den „roten Schorsch“
Alt-OB Georg Kronawitter, der im April 2016 verstorben ist, soll bald eine besondere Ehrung der Stadt zuteil werden. Der Ältestenrat der Stadt soll dies am Freitag auf …
So ehrt München den „roten Schorsch“
Feueralarm im Kiesselbach-Tunnel: Mega-Stau auf dem Ring
Heute hat es München im Feierabendverkehr erwischt: Wegen eines Feueralarms musste der Luise-Kiesselbach-Tunnel gesperrt werden. Die Folge: Mega-Stau.
Feueralarm im Kiesselbach-Tunnel: Mega-Stau auf dem Ring

Kommentare