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Braune Suppe: Im vergangenen Sommer führte die Isar ein teilweise starkes Hochwasser. 

Gefährliches Hochwasser

Ist die Isar sicher genug? Stadt gegen Absperrgitter am Fluss

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Die Isar hatte sich vergangenen August von ihrer gefährlichen Seite gezeigt. Polizei und Wasserwacht warnten vor extrem reißenden Hochwasser. Politiker hatten nun mehr Sicherheit gefordert. Zu Recht?

München - Die Stadt wird keine Gitter oder ähnliche Einrichtungen an der Isar anbringen. Auch im Bereich des Englischen Gartens, für den der Freistaat zuständig ist, werden Einbauten abgelehnt. Das geht aus einer Antwort des Referates für Gesundheit und Umwelt hervor. Vorausgegangen war ein Antrag der Stadtratsfraktion FDP-Hut. Die Politiker hatten nach dem Hochwasser im August mehr Sicherheit an Isar und Eisbach gefordert. Unter anderem sollte untersucht werden, ob Absperrgitter an den Gefahrenstellen, Rettungsschwimmhilfen in regelmäßigen Abständen beziehungsweise freiwillige geübte Rettungsschwimmer an kritischen Punkten zur Prävention beitragen könnten.

Dramatische Rettungseinsätze an der Isar

Im August hatte die Isar Hochwasser geführt. Die Isar zeigte, welche Urgewalt in ihren reißenden Fluten stecken kann. Das hatte einige teils dramatische Rettungseinsätze zur Folge. Die Verwaltung hatte ein Badeverbot und gemeinsam mit den Landratsämtern München und Bad Tölz-Wolfratshausen ein temporäres Bootfahrverbot auf der Isar erlassen. „Durch dieses umfassende Verbot konnten präventiv weitere Rettungseinsätze vermieden werden“, schreibt das Referat für Gesundheit und Umwelt. 

In Zukunft wollen die Landratsämter und die Stadt noch enger zusammenarbeiten, um im Falle vergleichbarer Gefährdungssituationen gemeinsam schnell und präventiv reagieren zu können. Darüber hinaus arbeitet die Verwaltung an einer Novellierung der städtischen Bade- und Bootverordnung. In diesem Rahmen wird das Referat dem Stadtrat bald Regelungen zum Gefahrenschutz vorschlagen. Zudem soll eine web-basierte Isar-App entwickelt werden, die die Münchner mit Informationen versorgen soll. Ferner sind Verknüpfungen mit den sozialen Medien geplant. Außerdem weist das Referat darauf hin, dass im Bereich der innerstädtischen Isar in regelmäßigen Abständen Notausstiege, Rettungsleitern sowie darüber hinaus Rettungsringe mit Seilen vorhanden seien – auch an Abschnitten, wo das Baden per se verboten ist. Gitter oder andere Absperrungen seien daher nicht angezeigt.

Die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung, die für den Englischen Garten zuständig ist, sieht das ähnlich. Für den Eisbach gelte ohnehin ein Badeverbot. Freiwillige Rettungsschwimmer einzusetzen, sei kontraproduktiv. Es könnte der ungewollte Eindruck entstehen, es handle sich um ein zugelassenes Badegelände. An der Isar unterhält die Wasserwacht am Flaucher und an der Marienklause eine Wachstation. „Es bestehen also insoweit schon vielfältige Maßnahmen zur Prävention. Ein vollumfassender Schutz kann aber niemals gewährleistet werden.“

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von Sascha Karowski

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