Netzgiraffendame Ijuma (3) ist jetzt Britin. Foto: fkn

Jaguar Linus ist tot, Giraffe Ijuma umgezogen

München - Der Tierpark Hellabrunn trauert um eine Raubkatze - und hofft auf Netzgiraffennachwuchs in England.

Der Tierpark Hellabrunn hat zwei Tiere weniger: In der Nacht zum Montag starb der betagte Jaguar Linus. Bereits in der Woche davor hat die drei Jahre alte Netzgiraffe Ijuma ihren Umzug nach England hinter sich gebracht.

Achtzehneinhalb Jahre wurde der letzte Jaguar des Münchner Tierparks alt - in freier Wildbahn werden die Tiere meist nicht älter als 12. Zum Schluss sei das Gehen für Linus zur Qual geworden - und er habe kaum noch Nahrung zu sich genommen, heißt es in Hellabrunn. In der Nacht zum 13. Juni starb das Tier schließlich. Die Jaguar-Anlage soll nun umgebaut werden. Dann sollen wieder Raubkatzen einziehen - welche, ist noch offen.

Am 7. Juni startete Giraffendame Ijuma ihre zweieinhalbtägige Reise: Sie soll mit dem Bullen im Whipsnade Zoo, etwa 60 Kilometer nördlich von London eine Familie gründen - und ihren Teil dazu beitragen, dass ihre vom Aussterben bedrohte Art erhalten bleibt.

Es sei „höchste Zeit“ gewesen, eine Zuchtgruppe für Ijuma zu suchen, teilt der Tierpark mit. Denn ihr Vater, der Giraffenbulle Togo (20), hatte begonnen, sich für sie zu interessieren. Ein Spezialtransporter, berichtet Tierpfleger Robert Müller, sei auf Ijumas Größe von drei Metern eingestellt worden. „Dann ging es auf der Autobahn zum Opel-Zoo in Kronberg.“ Nach einer Nacht dort reisten Fahrer und Giraffe weiter nach Holland, wo sie auf einer Fähre einschifften. In England waren erneut fünf Stunden zu bewältigen, dann war Ijumas neues Zuhause erreicht - der „Außenzoo“ von London. Inzwischen habe sie sich „gut eingewöhnt“, schrieben die Briten per Mail nach München.

Caroline Wörmann

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