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Auf Schritt und Tritt folgt Jamuna Toni ihren drei Pflegern. Und die kümmern sich rührend Tag und Nacht um ihre "Prinzessin".

Jamuna Toni schläft gern im Stehen

München - Jamuna kann nicht schlafen. Das Elefanten-Baby aus dem Tierpark Hellabrunn will lieber Spielen. Wie die kleine "Prinzessin" ihre Pfleger sonst noch auf Trab hält, lesen Sie hier.

Die Prinzessin hat in der letzten Nacht nicht so gut geschlafen. Ist öfter herumgelaufen, hat im Stroh gerüsselt und ihren Pfleger Simon Ostermayer immer wieder geweckt. Spiel mit mir, mach doch mal was, mir ist langweilig. Wie Kinder eben so sind. Nur, dass dieses Kind zwar erst 25 Tage alt, dafür aber schon 108 Kilo schwer ist. Ein kleiner Elefant verzückt die Münchner.

Ein Tag im Elefantenhaus

Acht bis neun Liter Aufzugsmilch trinkt die kleine Elefantendame pro Tag.

Früh um 8.30 Uhr herrscht im Elefantenhaus schon rege Betriebsamkeit. Die fünf großen Elefantendamen Tina, Steffi, Mangala, Temi und Panang und der Bulle Gajendra wollen jetzt unbedingt hinaus. In Reih’ und Glied marschiert die Elefantengruppe gesittet ins Freie. Dann öffnet sich eine Tür – und da steht sie: Jamuna Toni, entzückendes Kind von Panang, die leider jedes Interesse an ihrer Tochter verloren hat. Darum hat das Minifantchen jetzt statt einer Mutter drei Ersatzväter: Die Pfleger Simon Obermayer, Thomas Günther und Robert Ostermeier, die „die Prinzessin“ rund um die Uhr begleiten.

"Prinzessin" Jamuna hält Pfleger auf Trab

Auf Schritt und Tritt folgt Jamuna Toni heute morgen Simon kreuz und quer durchs Elefantenhaus. Bloß nicht den Anschluss verlieren. Immer bleibt der kleine Rüssel auf Tuchfühlung. Dazwischen immer wieder Trinkstopp. Acht bis neun Liter Aufzugsmilch soll die Kleine täglich trinken.

Schönheitsschlaf und Körperpflege

Mittlerweile legt Jamuna täglich ein Kilo zu, hat aber noch nicht ganz ihr Geburtsgewicht (112 Kilo auf 86 Zentimeter Größe) erreicht. Dafür ist sie aber schon gewachsen. Die Nächte verbringt die Kleine eng bei ihrem Pfleger: „Sie schläft oft im Stehen,“ hat Simon beobachtet. „Irgendwann legt sie sich dann einen Meter neben mir ins Stroh.“ Einmal täglich wird gebadet in lauwarmem Wasser. Danach gibt’s eine erstklassige Lehmpackung – wichtig für die zarte Babyhaut. Zu ihrer Mutter und den Tanten hat Jamuna zur Zeit nur Sicht- und Rüsselkontakt. Temi zeigt jedoch Interesse an der Kleinen. Sobald Jamuna Toni etwas größer und sicherer auf den Beinen ist, wollen die Pfleger versuchen, ob Temi die Kleine in die Herde begleitet. Bis dahin müssen noch Simon, Robert und Thomas ran – glückliches Elefantenkind.

Dorita Plange

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