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Für Olympische Spiele: Die Unterstützer einer Bewerbung haben schon plakatiert. Schlaf

Jetzt für Olympia: Plakate-Flut nimmt kein Ende

München - Die Parteien lassen in München ihre Wahlplakat-Ständer an den Straßen und überkleben mit der Werbung für den Bürgerentscheid pro Olympia.

Politik, überall Politik: Zu den Landtags- und Bundestagswahlen waren Münchens Straßen voll von Plakaten. 80 000 davon waren offiziell bei der Stadt gemeldet. Diese Woche müssen alle wieder abgehängt sein. Eigentlich. Denn erstens haben die Parteien das noch nicht flächendeckend hinbekommen. Und zweitens haben manche einfach überklebt. Mit Werbung für den Olympia-Entscheid am 10. November.

Zum Beispiel die SPD. 4500 Plakate hatte sie zur Bundestagswahl aufgestellt. Aus der Partei heißt es, die Plakatständer würden „teilweise“ stehenbleiben. Es ist ein großer Teil. Knapp zwei Drittel der Plakate sollen bald überklebt sein. „Ja zu München 22“, wirbt das Bündnis für Olympische Winterspiele. Die SPD lässt auf 1000 sogenannten Dreier-Ständern 3000 Plakate kleben.

Andere sind da defensiver. Münchens Freie Wähler-Chef Michael Piazolo lässt pro Olympia werben. „Die meisten Plakate“, sagt er, „haben wir aber reingeholt.“ An einem dutzend Standorten werde man für den Entscheid werben.

Wie berichtet, sind die Münchner am 10. November aufgerufen, über eine erneute Kandidatur Münchens für Olympische Winterspiele zu entscheiden. Das Konzept für das Jahr 2022 erstreckt sich auch auf Garmisch-Partenkirchen und die Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein. In München unterstützen alle größeren Parteien die Bewerbung. Mit einer Ausnahme. Die Grünen wenden sich gegen die Bewerbung - haben aber zunächst ihre Ständer abgebaut. „Es gibt noch kein offizielles No-Olympia-Plakat“, sagt Partei-Chef Sebastian Weisenburger. „Wir hätten ein Übergangsplakat gebraucht. Und das wäre genauso teuer gewesen wie ab- und wieder aufzubauen. Wir verschonen die Leute lieber mal etwas.“ Bald werden aber auch die Grünen wieder kleben.

Geprägt sein wird die Stadt trotzdem von den Pro-Plakaten. „Wir können es von den Finanzmitteln her nicht mit der Gegenseite aufnehmen“, sagt Weisenburger. Beim Kreisverwaltungsreferat (KVR) sind bisher 12 500 Plakate für den Entscheid angemeldet - alle von Olympia-Befürwortern.

Die Wahlplakate müssten hingegen eigentlich schon komplett verschwunden sein. Zwei Wochen nach dem Wahltag ist das vorgesehen. „Wir beobachten aber, dass viele noch stehen“, heißt es aus dem KVR. Die Parteien würden noch einmal angeschrieben. Hängen Sie die Plakate nicht ab, drohen Bußgelder „im unteren dreistelligen Bereich“.

Die Pro-Olympia-Plakate übrigens wurden offenbar arg hastig angebracht. Klickte man gestern im Internet auf die angegebene Seite der Winterspiel-Freunde, erschien eine leere weiße Seite ohne Informationen.

Felix Müller

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