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Elektroautos fahren bereits in München. Aber wo sollen sie parken?

Streit im Rathaus

E-Autos kostenlos parken: Kann Schmidt sein Versprechen halten?

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München - Bürgermeister Schmid hatte angeregt, Parkgebühren für Öko-Fahrer ganz abzuschaffen – SPD und Grüne sehen den Vorschlag sehr kritisch. Worum es bei dem Streit geht, erfahren Sie hier.

Elektroautos für reine Luft: Die CSU hofft, dass immer mehr Münchner auf Verbrennungsmotoren verzichten. Und will die Elektromobilität weiter fördern. Bürgermeister Josef Schmid hat dieser Tage im Interview mit unserer Zeitung angeregt, Parken für Elektroautos in München grundsätzlich kostenlos zu machen – und in einer neuen Parkgarage in der Altstadt ganze Parkdecks für die Öko-Fahrzeuge zu reservieren. Bei den anderen großen Fraktionen im Rathaus stoßen die Schmid-Vorschläge bislang aber auf wenig Gegenliebe.

Der Bürgermeister hatte gesagt, er denke über neue Privilegien für Elektrofahrzeuge nach – bisher fördert die Stadt zum Beispiel, wenn Gewerbetreibende sich solche Autos kaufen. Schmid sagte, er fände es „überlegenswert“, Parken für Elektroautos grundsätzlich kostenlos zu machen, für die künftige Parkgarage am Standort des heutigen Hirmer-Parkhauses regte er „zwei oder drei Parkdecks“ an, die komplett für Elektrofahrzeuge reserviert werden könnten.

Beim Koalitionspartner SPD wird Schmid mit seinen Ideen wohl noch einige Überzeugungsarbeit leisten müssen. „Was wir unbedingt vermeiden wollen, ist mehr Autoverkehr egal welcher Art anzuziehen“, sagte eine Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion auf Nachfrage. Für die Elektromobilität müsse jetzt doch erst einmal die Infrastruktur mit Ladestationen ausgebaut werden. „Man sollte einen Schritt nach dem anderen gehen“, sagte sie. Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher erklärte, er habe gegenüber kostenlosen Parkplätzen große Bedenken. Es gehe doch vor allem darum, dass Privatpersonen auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen, sagte er.

Wenig halten Rote und Grüne auch von dem Vorschlag mit den Extra-Parkdecks für E-Autos auf dem Hirmer-Parkhaus-Gelände. Öffentliches Parken solle doch generell eher am Altstadtrand etabliert werden, sagte Bickelbacher. Die SPD-Sprecherin sagte, ihre Fraktion könne sich das aktuell in dieser Größenordnung nicht vorstellen. „Über einzelne Parkplätze können wir reden“, sagte sie. Aber ganze Parkdecks wie vom CSU-Bürgermeister gefordert – „so viele Elektroautos gibt es doch noch gar nicht“.

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