Christian Müller.

Ringen um Neubesetzung des Postens

Jugendamts-Leitung: Keine Chance für Müller

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Nun ist es entschieden: Es wird keine zweite Vorstellungsrunde für alle fünf bisherigen Bewerber um den Chefposten im Jugendamt geben.

München - Der Ältestenrat des Stadtrats hat diese Entscheidung getroffen. Damit kann sich auch SPD-Stadtrat Christian Müller, der lange als Favorit für dieses Amt galt, keine Hoffnungen mehr machen.

Wie berichtet, hatte sich Müller gemeinsam mit vier weiteren Interessenten um das Amt beworben. Doch bei einer internen Vorstellungsrunde, der unter anderem Personalreferent Alexander Dietrich (CSU) und Sozialreferentin Dorothee Schiwy (SPD) angehörten, fiel Müller, der auch Sozial-Sprecher seiner Fraktion ist und als sehr kompetent im Bereich Kinder- und Jugendhilfe gilt, durch. Ebenso schieden drei weitere Kandidaten aus. Übrig blieb nur eine Bewerberin.

Bewerberin hätte klagen können

Sowohl Müller selbst, seine Fraktion und einige Jugendhilfe-Verbände hatten daraufhin gehofft, dass der Ältestenrat die Entscheidung korrigieren würde und doch noch alle fünf Kandidaten für die nächste Vorstellungsrunde im Kinder- und Jugendhilfeausschuss zulasse. Und auch die Grünen-Fraktion im Stadtrat hatte sich mit einem Brief an OB Dieter Reiter (SPD) gewandt und kritisiert, dass nicht ein internes Gremium, sondern der Stadtrat die Auswahl treffen solle. 

Doch der Ältestenrat entschied anders. Es bleibt bei der einen Bewerberin, die in der ersten Runde durchkam. Als Begründung führt der Ältestenrat rechtliche Bedenken an. Die aus der ersten Vorstellungsrunde übrig gebliebene Kandidatin hätte „allein schon wegen des Verfahrens“ gegen die Stadt klagen können, heißt es aus internen Kreisen.

Stadtratsausschuss entscheidet endgültig

Informationen über die Frau selbst gibt es bisher wenige. Bekannt ist lediglich, dass sie derzeit noch bei einem kleinen Träger für Kinder- und Jugendhilfe außerhalb Münchens arbeitet. Sie wird sich nun am 21. März den Stadträten des Kinder- und Jugendhilfeausschusses präsentieren. Die entscheiden dann, ob die Frau neue Jugendamts-Leiterin wird oder nicht. Für letzteren Fall müsste die Stelle erneut ausgeschrieben werden.

Seit 2014 ist das Amt mittlerweile unbesetzt. Die einstige Chefin Maria Kurz-Adam war seit 2014 krankgeschrieben und arbeitet jetzt in einem anderen Referat. Zuvor war herausgekommen, dass sie trotz Krankschreibung Vorträge gehalten und ein Buch geschrieben hatte.

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