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Hier fließt kein Wasser mehr: Am Brunnenhuberl hat sich ein großer Eisblock gebildet.

Auswirkungen auf ADAC, Müllabfuhr und MVG

Bibberkälte: Wie der bittere Frost München im Griff hat

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München bibbert unter der Spätwinterkälte. Die frostigen Temperaturen haben besonders Auswirkungen auf Menschen, die im Freien arbeiten.

München - Für die Meteorologen hat gestern der Frühling begonnen - gemerkt hat’s wohl niemand in München und der Region! Weiterhin herrscht strenger Frost, minus 5,5 Grad waren es am Donnerstag gegen 14 Uhr in München. Und wen wundert’s: Bei der eisigen Kälte nimmt auch der Krankenstand zu. Insgesamt gab es im Freistaat seit Beginn der Grippe-Saison Anfang Oktober 12.617 Erkrankungen, 15 Menschen starben.

Diese Auswirkungen wiederum spüren wir alle in München und der Region: Bei der U-Bahn und der Müllabfuhr müssen Züge stehen bleiben, Tonnen können nicht mehr geleert werden!

Am eisigsten war es auf der Zugspitze mit minus 26 Grad. In Oberstdorf war es mit minus 21 Grad sogar noch kälter als in der Nacht zuvor. In München wurden Temperaturen um die minus 13 Grad festgestellt.

In unserem News-Ticker halten wir Sie über alle Entwicklungen rund um das Wetter auf dem Laufenden.

Mediziner empfehlen fetthaltige Creme für die Haut

Mediziner raten, sich bei Temperaturen unterhalb von minus zehn Grad nicht lange draußen aufzuhalten. Auch die Haut braucht besonderen Schutz. Dann hilft es, eine fetthaltige Creme aufzutragen. Das rät der Münchner Hautarzt Christoph Liebich vom Berufsverband Deutscher Dermatologen. „Feuchtigkeitscreme dagegen bitte weglassen.“ Besondere Beachtung verdienen die Hände. Auch hier hilft fetthaltige Handcreme.

Damit Obdachlose in München nicht im Freien bleiben, gibt es etwa in der Bayernkaserne Mehrbettzimmer. Franz Herzog von der Inneren Mission: „Das Angebot würde ausreichen, da sind nach wie vor Betten frei.“ 

3000 Einsätze am Tag! Gelbe Engel arbeiten im Akkord

„Hilfe, mein Auto springt nicht an!“ - diesen Satz hören die Gelben Engel beim ADAC derzeit zur Genüge: Die Autobatterien machen bei der Kälte nicht mehr mit. Teilweise gibt es bis zu 400 Pannenmeldungen gleichzeitig in München! An einem Tag allein müssen die Helfer bis zu 3000 Einsätze bewältigen, an einem normalen Wintertag in München und der Region sind es etwa 800, heißt es beim ADAC.

Im Würmtal ist Pascal Freyer extra zwei Stunden früher aufgestanden, um alles zu schaffen - und hat zwei Stunden länger gearbeitet. „Aber eigentlich kommen wir kaum hinterher“, sagt er. In seinem Auto laufe die Heizung permanent - nur die Hände leiden… In ganz Deutschland schuften die ADAC-Mitarbeiter im Akkord: 20.000 Einsätze gibt es pro Tag, dreimal so viele wie sonst.

Lesen Sie auch: Trotz Kältewelle: Der Winter war zu mild

Müll-Laster stehen

Münchens 800 Müllfahrer schuften bei Wind und Wetter. Doch bei der Kälte liegen etliche flach - Grippewelle mit Folgen: Am Donnerstag fielen fünf Müll-Laster (mit je drei bis vier Mann Besatzung) im Münchner Süden (wie Fürstenried, Giesing, Harlaching) aus. Betroffen waren auch Teile im Westen der Stadt. Am Mittwoch waren’s bereits vier Autos, am Dienstag drei. Laut Abfallwirtschaftsbetrieb München werden jetzt erst die Rest- und Papiertonnen geleert. Die Biotonnen sind dann erst wieder beim nächsten Turnus dran, also in zwei Wochen.

Lesen Sie auch: Kältester Tag des Jahres in Bayern - das sind die Rekord-Temperaturen

Außer Dienst: Wegen des Winterwetters blieben zahlreiche Fahrzeuge der Müllabfuhr in der Garage.

Zwei Züge außer Dienst

Nicht nur bei der S-Bahn mussten die Kunden warten: Wer Donnerstagmorgen mit der U7 zwischen Westfriedhof und Neuperlach Zentrum fahren wollte, stand erst mal am Bahnsteig. Zwei Züge konnten nicht starten, weil es keine Fahrer gab. Grund: die Grippewelle. „Obwohl die Personaldisponenten immer versuchen, Ersatz für die erkrankten Mitarbeiter zu finden, hat es gestern nicht gereicht“, sagt ein MVG-Sprecher. „Deshalb mussten die Züge im Depot stehen bleiben.“ Auf Twitter hatte die MVG schon am Mittwoch gewarnt, dass es wegen der Grippe zu Ausfällen kommen könnte…

Daneben gab’s auch noch Fahrzeugstörungen: Die Feststellbremsen waren eingefroren, wie bereits Anfang dieser Woche.

Längere Wartezeiten gab es deshalb bei der U2, U3, U5 und der U6.

M. Williams

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