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Ude kämpft gegen Tellerklappern

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München - Beim Münchner Siko-Empfang muss umdisponiert werden: Die Rede von OB Christian Ude wird vorgezogen, das Essen gibt's hinter verschlossenen Türen.

Die Siko-Promis wollen unter sich bleiben. Die Stadt plant heuer, ihren Empfang zur Sicherheitskonferenz am Freitagabend von der Öffentlichkeit abzuschirmen. Medien bekommen keinen Zutritt mehr. Die Rede des Oberbürgermeisters soll indes so vorgezogen werden, dass sie die Journalisten noch erreicht.

Die Erfahrungen der Vorjahre waren offenbar nicht glücklich. Der Stadt-Empfang ist einerseits bei den Teilnehmern gefürchtet, weil Christian Ude (SPD) in seiner Ansprache unverblümt Kritik zu äußern pflegt. Andererseits ist die Raumsituation im Bayerischen Hof schwierig, weil etliche Gäste von Udes Rede gar nichts mitbekommen. Der Auftritt geht mitunter im Tellerklappern unter, was protokollarisch recht unhöflich ist. Zudem beschwerten sich offenbar Teilnehmer über die hohe Präsenz von Kamerateams und Fotografen.

Die Lösung der Veranstalter: Ude redet am späten Freitagnachmittag auf der Siko selbst, ehe sich dann die Türen hinter den Gästen schließen. Ein weiteres Problem ist damit allerdings nicht beseitigt: In den vergangenen Jahren wanderten dutzende hochkarätige Gäste ab zu einer gemütlicheren, halbprivaten Parallelveranstaltung beim „Käfer“. An der Prinzregentenstraße treffen sich amerikanische und deutsche Politiker traditionell zu einem Dinner, das von einem Anwalt und einem Münchner Konzern finanziert wird.

Einen offiziellen Empfang gibt auch die Staatsregierung. Ehrengast in der Residenz am Samstagabend ist US-Außenministerin Hillary Clinton.

cd

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