Hatte nochmal Glück: Radler Erwin Gorny. Foto: Klaus Haag

Kampgange "Gscheid radeln"

Mehr als 2200 verletzte Radler: Ein Unfallopfer erzählt

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München - Die Münchner Polizei wirbt wieder für ihre Kampagne „Gscheid radeln“. Jeder zweite Schwerverletzte in München ist in einen Radl-Unfall verwickelt. Einer von ihnen war Erwin Gorny. Er erzählt, wie es ihm erging.

Fast jeder zweite Schwerverletzte bei Unfällen im letzten Jahr in München war als Radler unterwegs. Das betonte Polizeivizepräsident Werner Feiler anlässlich der Kampagne „Gscheid radeln – aufeinander achten!“, die Polizei und Stadt heuer zum sechsten Mal gemeinsam durchführen.

Hinter jedem dieser Unfälle steht ein Schicksal – oft ein sehr tragisches. Einer, der, wie er selbst sagt, fast noch „Glück“ bei seinem Unfall hatte, ist Erwin Gorny. Ein Kleinlaster, der nach rechts abbiegen wollte, übersah den 49-jährigen Radfahrer. „Ich bin zwar im Moment arbeitsunfähig, aber es wird alles wieder heilen“, sagt er.

Vergangene Woche am Dienstag radelte der Unternehmensberater auf der Rosenheimer Straße in Ottobrunn (Kreis München). An der Kreuzung zur Putzbrunner Straße übersah ein Lasterfahrer den Mountainbiker. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, bremste Gorny stark ab. „Und dann bin ich über den Lenker abgestiegen.“ Der Ottobrunner brach sich zweifach den rechten Arm, erlitt Blessuren und Prellungen. Fünf Tage musste er im Krankenhaus liegen. „Der Unfallgegner hat gut reagiert, ist sofort stehengeblieben und hat mich verarztet“, berichtet Gorny. Manch anderer Radler sei hingegen „recht kunstvoll um ihn herumgeradelt“.

Jetzt hat er noch eine Prothese im Ellenbogen. Sechs Wochen lang darf er seinen Arm nicht bewegen und nicht radeln. „Danach werde ich auf jeden Fall wieder aufs Fahrrad steigen“, sagt Gorny. Nach dem Unfall will er sich jetzt aber bemühen, auf jeden Fall immer einen Helm aufzusetzen. „Und dass kann ich auch nur jedem anderen Radler empfehlen.“

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