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Initiator David Thomas hofft auf wachsende Bekanntheit für die Kauf-Lokal-Initiative. 

Kampagne „Kauf lokal“

Alles aus München: Lokale Unternehmer tun sich zusammen

Unter dem Motto „Kauf lokal“ haben sich 56 lokale Unternehmen zusammengetan, um den Münchnern zu zeigen, was ihre Stadt zu bieten hat. Der Herren-Ausstatter Hirmer bietet ihnen mitten in der Fußgängerzone eine Bühne.

München - Ob alteingesessenes Traditionsgeschäft oder brandneues Start-up – alle haben sie eines gemeinsam: Sie kommen aus München. Und sie haben sich Kreativität, Innovation und Qualität auf ihre Unternehmens-Fahnen geschrieben. Die Produktpalette ist dabei vielseitig: modische Brillen, In-Getränke und innovative Knabbereien stehen unter anderem auf dem Programm.

Initiator der „Kauf lokal“- Kampagne ist David Thomas. Bei einem Glas Wein und einer Diskussion mit Freunden kam dem 30-Jährigen vor rund eineinhalb Jahren die Idee. „Ich fand es schade, dass die Menschen kaum noch wissen, was ihre Stadt alles zu bieten hat“, erklärt Thomas. Neben den allbekannten Ketten gebe es nämlich so viel mehr zu entdecken. Thomas: „Kleine Unternehmen sollten mehr Aufmerksamkeit bekommen.“ So entstand die Idee zu „Kauf lokal“. Thomas will mit diesem Projekt eine Plattform für lokale Gründer schaffen und gleichzeitig das Kaufbewusstsein des Kunden schärfen: „Unser Ziel ist es, den Gründern dieser Stadt Respekt zu zollen und Münchens Authentizität zu wahren. Denn lokale Unternehmen machen das Gesicht einer Stadt aus“, findet der Initiator.

2016 startete das Projekt erstmals. Dieses Jahr haben sich bereits 56 Unternehmen angeschlossen – 20 davon waren auch bei der Premiere im vergangenen Jahr dabei. „Bei uns funktioniert fast alles über Mundpropaganda. Wir sind mit vielen lokalen Unternehmen ins Gespräch gekommen und freuen uns über den Zuwachs in unserer Gruppe“, sagt Thomas.

Ab dem heutigen Montag, 13. Februar, bis zum 11. März stellt der Herren-Ausstatter Hirmer, der sich der „Kauf lokal“-Idee verpflichtet fühlt, den Unternehmen Teile seiner Verkaufsflächen zur Verfügung. In diesen Tagen verwandeln sich die sechs Etagen an der Kaufingerstraße in einen Entdeckungsparkour.

In diesem zu finden ist unter anderem „Munich munch“. „Was ist typischer für München als eine Brezn – machen wir daraus doch innovative Barsnacks“, dachten sich der Schriftsteller Jenk Saborowski (40) und Barkeeper Florian Wilke (32). Nachdem die beiden ein Jahr an der perfekten Rezeptur getüftelt hatten, kamen schließlich die Breznstückerl als „Munich munch“ auf den Markt.

Deutlich länger im Geschäft ist die Brotmanufaktur Schmidt: Seit 160 Jahren wird dort in Handarbeit Brot gebacken. Neun Filialen hat der Familienbetrieb in München. „Wir betreiben kein Marketing, daher ist dieses Projekt eine wunderbare Möglichkeit, unsere Produkte zu präsentieren“, sagt Bäckermeisterin Sonja Laböck.

Das verstaubte Image von Suppen aufzupolieren ist die Idee hinter „Urban Soup“. „Wir wollen einen Lifestyle kreieren“, erklärt Tim Maiwald von den Suppen-Köchen. Vor eineinhalb Jahren eröffneten sie den ersten Laden im Glockenbachviertel, mittlerweile gibt es schon einen zweiten.

Auch Lauritz Loske ist bei „Kauf lokal“ am Start: Als er ein selber gemachtes T-Shirt von einer Freundin geschenkt bekam, fiel dem 25-jährigen Unternehmensgründer die Idee zu seinem Start-up ein. „Buadep“ versorgt Männer und Frauen mit bedruckten T-Shirts, Pullovern und Schildmützen. „Hipster mit einem Hang zum Humor – so würde ich unseren Stil beschreiben“, erklärt Loske.

Angetan von der Kampagne ist auch Münchens Bürgermeister und Wirtschaftsreferent Josef Schmid (CSU): „Es ist wichtig, dass wir zeigen, was alles in unserer Stadt steckt“, sagt Schmid. „Dieses Projekt bildet eine Plattform für den Dialog von lokalen Unternehmen und hilft gleichzeitig dabei, das Potential unserer Stadt sichtbar zu machen.“

Sara della Malva

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