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Neuer Vorsitzender

Kampfabstimmung: FDP München hat neue Führung

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München - Machtwechsel bei der Münchner FDP: Bei einer Kampfabstimmung um den Vorsitz der Partei hat sich am Dienstag bei einer Mitgliederversammlung der bisherige Vize Fritz Roth knapp durchgesetzt.

Fritz Roth ist der neue Vorsitzende der Münchner Liberalen. fkn

Der bisherige Chef der Liberalen, Andreas Keck, unterlag seinem 37-jährigen Herausforderer knapp mit 61:68 Stimmen. Keck (52) war vor zwei Jahren gewählt worden. Die Zusammenarbeit im Vorstand sei nicht immer teamorientiert gewesen, sagt der Jurist und Volkswirt Roth. Von der Basis sei er deshalb gebeten worden, für den Vorsitz der Münchner FDP zu kandidieren, um integrativ zu wirken. „Wir wollen nicht alles anders machen, aber vieles besser“, hat sich Roth vorgenommen. Seinem Parteifreund Keck zollte er am Dienstagabend im Hotel zur Post in Pasing Respekt für dessen Arbeit. Die Partei sei in den vergangenen beiden Jahren erfolgreich konsolidiert worden.

Das große Ziel: Wiedereinzug in den Landtag

Das große Ziel der FDP ist der Wiedereinzug in den bayerischen Landtag bei den Wahlen im Jahr 2018. 2013 waren die Liberalen mit einem desaströsen Ergebnis von nur 3,3 Prozent aus dem Parlament geflogen. Roth ist „sehr optimistisch“, dass der Wiedereinzug in zwei Jahren gelingt. Mandate sollen jedoch kein Selbstzweck sein. Roth will mit Themen bei den Münchnern punkten. Beispielhaft nannte er den Ausbau der S-Bahn im Münchner Norden und Süden sowie die Eindämmung der „Willkür“, mit der die Polizei Daten von Münchner Fußballfans sammle.

 „Hier werden wir deutlich machen, dass nur vernünftige liberale Politik die Menschen weiter vorwärts bringt und sie vor Behördenwillkür schützt“, betont Roth. Der neue Vorsitzende selbst wird nicht für den Landtag kandidieren. Roth sieht seine Aufgabe im Aufbau von Strukturen innerhalb der Partei. „Ich will für nachhaltigen Erfolg sorgen.“ Auf dass sich schmerzhafte Niederlagen wie 2013 nicht wiederholen.

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