Nach langem Gezerre

Kandidatin für Chefposten im Jugendamt überzeugt

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Die einzig verbliebene Kandidatin im Bewerbungsverfahren für den seit zweieinhalb Jahren vakanten Posten des Jugendamtschefs hat sich am Dienstag im Kinder- und Jugendhilfeausschuss vorgestellt. Offenbar kann die Psychologin bei vielen Stadträten punkten – ob sie gewählt wird, entscheidet sich am 17. Mai.

München - Knapp zwei Stunden dauerte ihre Präsentation mit anschließender Fragerunde. Dem Vernehmen nach waren viele Stadträte von den Ausführungen der Psychologin angetan, die derzeit bei einem freien Jugendhilfeträger außerhalb Münchens arbeitet.

Aus der SPD-Fraktion hieß es im Anschluss, man wolle erst noch die Meinung der Sozialverbände einholen. Sollten diese die Kandidatin befürworten, werde man das auch tun. „Nicht schlecht“ habe sich die Bewerberin präsentiert, erklärte CSU-Stadtrat Marian Offman. Eine Entscheidung werde aber erst in der Fraktionssitzung am kommenden Montag fallen. Auch die Grünen wollen noch intern und mit den Jugendhilfeträgern reden. In puncto Führungskompetenz und in vielen Fachbereichen sei die Bewerberin aber „sehr überzeugend“ gewesen, sagte Stadträtin Jutta Koller.

Ob die Mehrheit des Ausschusses für die Frau stimmt, die zuvor außerhalb Bayerns eine Leitungsposition innehatte, wird erst am 29. März klar sein. Bis dahin müssen die Fraktionen ihr Votum der Verwaltung mitteilen, am 2. Mai wird dann erneut der Ausschuss tagen und eine Empfehlung für oder gegen die Kandidatin ausgeben. Ob die Frau eingestellt oder die Stelle erneut ausgeschrieben wird, entscheidet dann die Vollversammlung, voraussichtlich am 17. Mai.

Das Auswahlverfahren war von einigen Stadträten und den Sozialverbänden kritisiert worden, weil nach der verwaltungsinternen Vorstellungsrunde nur eine Kandidatin übrig geblieben war – und alle anderen, unter anderem der SPD-Stadtrat Christian Müller, ausgeschieden waren. Künftig will Personalreferent Alexander Dietrich (CSU) die Personalsuche auf Anregung des Ältestenrates aber ändern. Dann soll vermieden werden, dass dem Stadtrat nur ein Kandidat vorgeschlagen wird.

Rubriklistenbild: © dpa

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