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S-Bahn hinter Gittern: Dieses Foto zeigt einen Teilabschnitt der Stammstrecke nahe des Nymphenburger Schlossparks.

So will man Sperrungen verhindern

Kein „Personen im Gleis“ mehr: Stammstrecke fast komplett eingezäunt

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„Personen im Gleis“: Wer mit der S-Bahn unterwegs ist, hört diese Nachricht nicht selten. Damit soll jetzt Schluss sein. Die S-Bahn-Stammstrecke ist bereits so gut wie eingezäunt.

Die Nachricht läuft fast täglich über den Störungsmelder der S-Bahn. „Personen im Gleis“ – so heißt es da. In der Regel gefolgt von der Ankündigung, dass es jetzt deutliche Verspätungen gibt, weil die Züge logischerweise stehenblieben oder umgeleitet werden müssen… Das soll jetzt besser werden – dank eines Zauns, der mittlerweile so gut wie fertig ist. Ei’zäunt is!

Bereits im Februar berichtete die tz über die Pläne – und jetzt, gut ein halbes Jahr später, über die Umsetzung Fast die gesamte S-Bahn-Stammstrecke ist mittlerweile eingezäunt, so die Bahn.

Ein Sprecher der Bahn betont: „Keiner darf das Bahngelände betreten. Wir wollen alles unternehmen, um die Pünktlichkeit und Schnelligkeit der S-Bahn zu optimieren.“ Denn: „Personen im Gleis“ – das bedeute immer eine „Großstörung“. Wenn Bahnbedienstete eine solche melden, müsse die Strecke immer gesperrt werden. Schließlich geht es immer um Menschenleben.

318 Störungen wegen „Personen im Gleis“ im Jahr 2016

Für die S-Bahn ergibt sich ein Domino-Effekt bis hinein in die S-Bahn-Außenäste. Im Jahr 2016 hatte es 318 Störungen wegen „Personen im Gleis“ gegeben, im Vorjahr waren es noch 287 gewesen.

Die Zahlen aus dem aktuellen Jahr sind noch nicht bekannt. Eigentlich müssten sie aber geringer sein. Denn: Der gesamte Bereich der Stammstrecke – zwischen Hackerbrücke und einem Wäldchen nahe des Nymphenburger Kanals in Obermenzing – sei nun fertig abgeriegelt, so der Bahnsprecher. Hier steht jetzt ein 2,50 Meter hoher Stahlgitterzaun. Kleine Lücken gibt es allerdings noch – dort werden noch Fluchttüren eingebaut. Sie sind für den Fall gedacht, dass Züge nach Unfällen oder technischen Störungen evakuiert werden müssen. Die Türen sollen entsprechend natürlich nur von innen (vom Gleisbereich aus) geöffnet werden können. Und ein paar weitere Lücken werden auch noch bleiben: für den Bauverkehr, wenn nächstes Jahr die Arbeiten für die Zweite Stammstrecke losgehen.

Mehrere solcher Lücken gibt es noch im Zaun: Hier werden Fluchttüren eingebaut.

Eins wird allerdings auch der Zaun nicht verhindern können: Fälle wie gestern in der Früh, als ein Betrunkener direkt an einer Station in die Gleise fiel. Der Mann blieb zum Glück unverletzt. 

Über alle aktuellen Störungen und Verzögerungen auf der Stammstrecke informieren wir Sie stets in unserem Live-Ticker.

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