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Doch welche Betreuung für Grundschüler ist am besten? Darüber ist sich die Große Koalition im Münchner Rathaus offenbar uneinig.

Ausbau der Ganztagsangebote

Kinderbetreuung an Grundschulen: Große Rathaus-Koalition uneins

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München - Münchner Grundschulen können ab September auch offenen Ganztag anbieten. Die SPD will sicherstellen, dass dies das Gesamtangebot nicht verschlechtert. Die CSU lobt die Einführung des neuen Modells

Der schrittweisen Einführung, der ein Beschluss der Staatsregierung vorausgegangen war, stimmte am Dienstag der Kinder- und Jugendhilfeausschuss zu. Doch welche Betreuung für Grundschüler ist am besten? Darüber ist sich die Große Koalition offenbar uneinig.

Schon jetzt gibt es einen bunten Strauß an Modellen: gebundener Ganztag, Horte, Tagesheime und die privat organisierten Mittagsbetreuungen. 2010 beschloss die Stadt, prioritär den gebundenen Ganztag auszubauen. Das Bildungsreferat unter Rainer Schweppe (SPD) konzentrierte sich seither darauf, erweiterte angesichts der Not aber auch Horte und unterstützte Mittagsbetreuungen. Schweppe fürchtet: Der offene Ganztag schaffe mehr Unübersichtlichkeit, er gefährde die Mittagsbetreuungen und konkurriere mit dem favorisierten gebundenen Modell.

Die Rathaus-SPD forderte, die Stadt müsse sicherstellen, dass sich durch den offenen Ganztag nicht die Betreuungsangebote verschlechtern. Der Elternbeirat soll nun mitentscheiden dürfen, welches Modell eine Schulleitung beantragt. Bisher haben erst vier Schulen Interesse am offenen Ganztag bekundet.

CSU-Stadträtin Beatrix Burkhardt hingegen lobte die Einführung. Sie fände es schade, nur den gebundenen Ganztag „als einzig sinnvolles pädagogisches Modell zu zementieren“, sagte sie. Man solle das neue Angebot „unvoreingenommen testen“ und als „weitere Facette“ der Kinderbetreuung begrüßen, die den Eltern mehr Flexibilität biete. Das Bildungsreferat befürchtet, das „Kombi-Modell“ des offenen Ganztags könne den Erziehermangel verschärfen, wogegen der gebundene Ganztag Lehrer einsetzt. Burkhardt betonte, die Eltern müssten individuelle Lösungen auswählen können. Darin war sie sich mit SPD-Stadträtin Birgit Volk einig, die sagte: „Familien sollen die Wahl haben.“ Doch soweit ist es ohnehin noch lange nicht: Aktuell sind zwölf Prozent der Grundschüler, die eine Betreuung bräuchten, komplett unversorgt.

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