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Im Gespräch mit seinem Verteidiger: Matthias E. vor Gericht.

Matthias E. sitzt in Psychiatrie

Dieser Kinderschänder ließ sich von Buben quälen

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Er soll sie mit dem Versprechen auf Geld und Elektrogeräte gelockt haben. Dann fordert Matthias E. von den beiden Buben Ungeheuerliches. Nun steht er vor Gericht.

München - Auf Matthias E. lasten schwere Vorwürfe: Seit Montag ist der 22-Jährige am Landgericht angeklagt, weil er zwei Kinder sexuell missbraucht haben soll. Auch fünf Betrugstaten legt ihm die Anklage zur Last. Mit unsicherem Blick betrat E. den Gerichtssaal. Trotz des massigen Körpers wirkt er noch kindlich.

Zu den mutmaßlichen Taten wollte er sich am Montag nicht äußern, erst nachdem die Öffentlichkeit ausgeschlossen wurde, sagte er aus. Der Grund: Angeblich kamen in der Vernehmung etliche Details aus seinem Intimleben zur Sprache. Dieses zu schützen wertet das Gericht höher als das Recht der Bevölkerung, alle Details über besonders verwerfliche Taten zu erfahren - auch zum Schutz der betroffenen Eltern.

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Buben Geld und Elektrogeräte versprochen

Laut Anklage hatte Matthias E. zwei ihrer Buben (2003 und 2004 geboren) auf einen Sportplatz gelockt. Am 7. März 2016 soll er vorgegeben haben, mit ihnen einen Kurzfilm drehen zu wollen. Er versprach den Buben Geld und elektronische Geräte. Was dann geschah, stellt sich der Staatsanwaltschaft wie folgt dar: E. soll die Kinder überredet haben, ihn mit ihren beschuhten Füßen in seinem Intimbereich zu berühren und über seinen Körper zu laufen. Währenddessen trug er laut Anklage ein Suspensorium. Im Klartext: Der mutmaßliche Kinderschänder wollte sich quälen lassen.

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Die Buben sahen das wohl als Spiel. Laut Anklage soll Matthias E. sie auch aufgefordert haben, ihm mit ihren Schuhen über die Zunge zu fahren und ihn ins Gesicht zu spucken, was sie - vermutlich in der Hoffnung auf das versprochene Spielzeug - auch taten.

Seit September 2016 sitzt Matthias E. nun in der Psychiatrie. Zuvor soll er auch etliche Rechnungen nicht gezahlt haben. Bei sechs Händlern steht er laut Anklage mit insgesamt mehreren Tausend Euro in der Kreide. Ihm droht jahrelange Haft oder die dauerhafte Unterbringung. Der Prozess dauert noch bis zum 22. November.

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A. Thieme

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