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Bio-Essen ist bei der Kinderbetreuung auf dem Vormarsch. 58,8 Prozent der Häuser setzen bereits darauf. 

Stadt fragt Eltern

Kita-Befragung: Eltern wollen Kinder länger unterbringen

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Es gibt immer mehr Betreuungsplätze, die Betreuungszeit wird immer länger und die Einrichtungen setzen zunehmend auf Bio-Essen – das alles geht aus der aktuellen Online-Befragung der Münchner Kindertagesstätten hervor, die diese Woche dem Stadtrat präsentiert wird.

München - Zum 1. Oktober 2016 gab es in München in 1340 Kindertages-Einrichtungen 81.719 Plätze. Im Jahr zuvor waren es noch 79 183. Dazu kommen weitere 1630 Plätze bei Tagesmüttern und in der Großtagespflege. Damit verbesserte sich das Angebot um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt gab es 9785 Plätze in 272 Kinderkrippen (50 davon städtisch), 23.048 Plätze in 313 Kindergärten (162 städtisch), die 71 Horte (57 städtisch) boten 5165 Plätze. Häuser für Kinder – das sind Einrichtungen für Kinder verschiedener Altersgruppen von der neunten Lebenswoche bis zwölf Jahre – gab es 426 (125 städtisch) mit insgesamt 32 .661 Plätzen. Dazu kommen 40 städtische Tagesheime für Schulkinder mit 6076 Plätzen und 228 Elterninitiativen mit 4984 Plätzen.

36 Prozent haben nichtdeutsche Eltern

Von 84 Prozent der Einrichtungen kam eine Rückmeldung zu den Fragen, die ihnen das städtische Bildungsreferat gestellt hatte. Die Rückmeldungen ergaben folgendes Bild:

36,6 Prozent der Kinder in den Einrichtungen haben einen Migrationshintergrund – also Eltern, die beide nicht aus Deutschland stammen. 2015 waren es 36,4 Prozent. Was auffällt: Sie werden im Schnitt weniger lang betreut als die übrigen Kinder, nämlich vier bis fünf Stunden täglich. Kinder ohne Migrationshintergrund bleiben sieben bis acht Stunden in der Kita.

Lange Buchungszeit immer gefragter

Insgesamt betrachtet sind für die Eltern die längeren Buchungszeiten immer interessanter. Am häufigsten (19,5 Prozent der Kinder) stehen in den Verträgen sieben bis acht Stunden Betreuung, gefolgt von acht bis neun Stunden und sechs bis sieben Stunden (jeweils 17,3 Prozent). Geht es nach der gewünschten Buchungszeit, die die Eltern bei der Anmeldung oder Vormerkung angeben können, würden sogar noch mehr Eltern gerne länger buchen – 28,2 Prozent sieben bis acht Stunden pro Tag. 2015 hatte die Nachfrage bei nur 24 Prozent gelegen. Was außerdem auffällt: 22,2 Prozent der Kinder kommen – wo diese Möglichkeit angeboten wird – schon vor acht Uhr zu den sogenannten Frühöffnungszeiten in die Krippe oder den Kindergarten. Nur neun Prozent bleiben länger als 17 Uhr.

Gleich viele Buben wie Mädchen

Relativ ausgewogen ist nach wie vor die Verteilung der Plätze auf Mädchen und Buben, wobei Letztere mit 51,1 Prozent wie schon im Jahr davor ganz leicht in der Überzahl sind. Etwa die Hälfte aller Kinder, die in den Kitas betreut werden, sind drei bis fünf Jahre alt. Beim Förderbedarf sticht mit rund sechs Prozent vor allem die Gruppe der Kinder heraus, die einen Vorkurs Deutsch besuchen.

Die ewige Suche nach Personal

Nicht alle Plätze in den Einrichtungen sind immer belegt. Verlässliche aktuelle Zahlen dazu gibt es noch nicht, doch befragt, warum Plätze nicht belegt werden, gaben die Einrichtungen am häufigsten einen unerfreulichen Grund an: Sie finden nicht ausreichend Personal, um den Anstellungs- oder Qualifikationsschlüssel für eine Vollbelegung zu erfüllen.

Klarer Trend zum Bio-Essen

Was das Essen in den Kinderbetreuungseinrichtungen angeht, gibt es einen klaren Trend zur Biokost: 58,8 Prozent der Häuser setzen darauf, etwa fünf Prozent mehr als noch im Jahre 2015. In den meisten Fällen (34 Prozent) wird mit Tiefkühlmischkost gearbeitet, 32,5 setzen auf die Frischkochküche und 29 Prozent beziehen ein Catering.

Was die Online-Befragung sonst noch ergab: Der überwiegende Teil der Kinder (82,4 Prozent) wohnt nach wie vor in dem Viertel, in dem auch die Kita liegt, die sie besuchen. Das ist weniger als im Vorjahr. Da waren es noch 84,1 Prozent.

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