Sechs Prozent mehr Lohn werden für den öffentlichen Dienst gefordert. Viel zu viel, sagen die Kommunen. foto: oliver bodmer

Tarifverhandlungen

Kita-Streik droht: Kundgebung am Marienplatz

München - Aktion „Weckruf“ – unter diesem Motto haben rund 300 Angestellte des öffentlichen Dienstes am Dienstag auf dem Marienplatz demonstriert.

„Es ist fünf vor zwölf – Verhandeln, sonst streikt’s!“, war auf einem Schild zu lesen. Hintergrund des Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen. Die erste Runde ging ergebnislos zu Ende. Die Forderungen: Sechs Prozent mehr Lohn, 100 Euro mehr für Azubis, Angleichung des Urlaubs bei Azubis auf 30 Tage. Und: keine Kürzungen bei der betrieblichen Altersrente.

Münchens-Verdi-Chef Heinrich Birner: „Die Reichen in Deutschland werden immer reicher.“ Für die Beschäftigten bei der Müllabfuhr, den Kliniken oder den Kitas, „die 24 Stunden pro Tag an sieben Tagen die Woche für die Bürger da sind“, sei angeblich kein Geld mehr da. „Das ist in höchstem Maße unfair! Dann muss die Vermögenssteuer wieder eingeführt und die Erbschaftssteuer für die millionenteure Villa am Starnberger See erhöht werden.“ Den gestrigen Streik bezeichnete er als „gelungenen Probelauf“. Eine städtische Münchner Kita war wegen des Warnstreiks geschlossen, alle anderen hatten offen. Weitere Streiks drohen, wenn es zu keiner Einigung kommt.  

tos

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