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Auch im Klinikum Schwabing sollen Stellen abgebaut werden

Sanierungskonzept

Kliniken sollen 2000 Stellen streichen

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München - Bis 2022 sollen die städtischen Kliniken rund 2000 Stellen abbauen. So sieht es das Sanierungskonzept der Unternehmensberater vor.

Diese Zahl wird unter den Beschäftigten der städtischen Kliniken für Wut und Enttäuschung sorgen: 2000 Stellen sollen bis 2022 abgebaut werden, von derzeit rund 8000 – also ein Viertel. Erstmals hat die Unternehmensberatung Boston Consulting konkrete Zahlen zum Personalabbau genannt – dass die Kliniken stark schrumpfen sollen, war bereits klar.

Betriebsbedingte Kündigungen werden dabei als ultima ratio weiterhin nicht ausgeschlossen. Der Aufsichtsrat der Kliniken gab sich am Freitag aber zuversichtlich, dass der Stellenabbau auf anderen Wegen zu bewältigen ist: So soll der größte Teil durch Fluktuation abgebaut werden, rund 20 Prozent durch Verrentung, 15 Prozent durch auslaufende befristete Verträge, 24 Prozent durch die Übernahme von Mitarbeitern durch die Stadt. Nach dieser Rechnung blieben mögliche sechs Prozent Personal, die betriebsbedingt gekündigt werden müssten – das sind 85 Stellen.

An welchen Standorten das Personal vor allem abgebaut werden soll, wurde nicht explizit genannt. Da aber vor allem Schwabing und Harlaching Betten verlieren sollen, wird hier voraussichtlich das meiste Personal eingespart werden – zumindest im medizinischen Bereich. Es sollen allerdings ausdrücklich keine Ausbildungsplätze abgebaut werden. „Die Sanierung wäre ohne Personalabbau nicht denkbar“, sagt OB und Aufsichtsratschef Christian Ude. 70 Prozent der Ausgaben der städtischen Kliniken entfallen auf den Personalbereich. „Abbau von 2000 Stellen, das hat natürlich schon Tagesschau-Qualität“, räumt der stellvertretende Aufsichtsratschef Dominik Schirmer ein. Es sei aber das erklärte Ziel, ohne betriebsbedingte Kündigungen und vor allem ohne Gehaltsverzicht seitens der Beschäftigten auszukommen.

Den kompletten Artikel mit mehr Informationen finden Sie in der Wochenendausgabe des Münchner Merkur

Moritz Homann

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