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Ihre Hoheiten: Máxima und Willem-Alexander. 

Máxima und Willem-Alexander in München und Nürnberg

Die Königs auf Staatsbesuch – und alle wollen hin

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München - Vor dem Besuch der niederländischen Regenten wetteifern bayerische Minister um einen Termin im Rampenlicht. Alle Infos zum Besuch von Königin Máxima und König Willem-Alexander.

Willem-Alexander und Máxima: Verfolgen Sie die Reise in unserem royalen News-Blog.

Die ehrenvollsten Details sind schon festgelegt. Eine Eskorte aus sieben Motorrädern der Polizei wird die Königs-Kolonne vom Regierungs-Jet ab jeden Meter begleiten. Es wird Blumensträuße und rote Teppiche geben, die Residenz wird feierlich beflaggt, der Tölzer Knabenchor singt. Für den Besuch Ihrer Majestäten König Willem-Alexander und Königin Máxima der Niederlande Mitte April zeigt sich Bayern zwischen 12. und 14. April von seiner prunkvollsten Seite.

Dass die Vorfreude der Gastgeber wirklich ernst ist, zeigt allerdings ein anderes Detail: Manche Minister können es gar nicht erwarten, den Monarchen die Hand zu schütteln. Vor allem Markus Söder wird nachgesagt, sich ganz besonders für einen gemeinsamen Termin einzusetzen. Mehrere Beteiligte an der noch vertraulichen Planung des Staatsbesuchs berichten, Söder habe mehrfach intervenieren lassen, um doch prominenter mit ins dicht gedrängte Programm zu kommen.

Eigentlich haben sich die bayerischen Regierenden die Aufgabe nach Zuständigkeit aufgeteilt. Der Kunstminister (Ludwig Spaenle) führt die Majestäten durch die Alte Pinakothek. Die Wirtschaftsministerin (Ilse Aigner) begleitet sie durch die BMW-Welt. Die Europaministerin (Beate Merk) organisiert den Spaziergang zu einem niederländischen Pavillon. Der Ministerpräsident (Horst Seehofer) repräsentiert beim Mittagessen. Der Oberbürgermeister (Dieter Reiter) führt durchs Rathaus. Der Verkehrsminister (Joachim Herrmann) geht mit zu einem Logistik-Treffen in Nürnberg. Und durch den Justizpalast in Nürnberg sollte das Königspaar der Justizminister (Winfried Bausback) führen, dachten sich die Organisatoren in der Staatskanzlei. Der Finanzminister dachte sich das allerdings anders. Den feierlichen Termin in seiner Heimatstadt Nürnberg wollte Markus Söder selbst. Er und seine Leute sollen Bausback deshalb nachdrücklich gebeten haben, mit ihnen die Königs zu teilen. Und nicht nur einmal.

Für den weiteren Verlauf gibt es zwei Versionen. Bausback habe achselzuckend verzichtet, berichten Eingeweihte. Er wird stattdessen nach Berlin fliegen und dort an einer Werbeveranstaltung für Frankenwein teilnehmen. Vielleicht kommt ja wenigstens eine Weinkönigin.

Oder, offizielle Version: Ja, Söder habe „Interesse bekundet, am Termin teilzunehmen“. Als „örtlicher Abgeordneter“ und „großer Fan von Máxima“, sagt seine Sprecherin. Es könnten jederzeit auch zwei Minister dabei sein. Der berühmte Schwurgerichtssaal 600 (Nürnberger Prozesse) der staatlichen Liegenschaft Justizpalast gehe im Übrigen nächstes Jahr organisatorisch ins Finanzressort über. Auch Bausback sagt auf Anfrage, er sei „nicht rausgedrängt“ worden, das passe so, er freue sich auf den Termin in Berlin.

Söder gibt die Königs dann auch nicht mehr her. Nach einem Abstecher zum Dürerhaus eskortiert er Willem-Alexander und Máxima zum Flughafen Nürnberg für den Heimflug. Sie werden sicher noch lange staunen, wie schön dieses Bayern ist. Und wie viele Politiker es hat.

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