Mass bleibt unter 11 Euro

Kommentar: Bierpreis ein frecher Wink in Richtung Schmid

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Man kann den Wiesn-Wirten freilich so manches zum Vorwurf machen. Töricht sind sie aber sicherlich nicht. Ein Kommentar zur freiwilligen Bierpreisbremse auf der Wiesn.

Hätten die Gastronomen den Bierpreis für das Oktoberfest heuer um 40 oder gar 50 Cent erhöht, wäre das nicht nur schwer zu vermitteln gewesen. Es wäre auch Wasser auf die Mühlen all jener Kritiker gewesen, die den Wirten stetig vorwerfen, sich mit dem Oktoberfest lediglich die Taschen füllen zu wollen. 

Dass nun der Höchstpreis für die Mass auf 10,95 Euro steigt, war mithin ehrlicherweise erwartbar. Dass mit dieser Erhöhung der Preisanstieg moderater ausfällt als die üblichen durchschnittlich 30 Cent in all den Jahren zuvor, darf getrost in zweierlei Sicht gedeutet werden. Entweder als Entgegenkommen der Wirte oder aber als frecher Wink in Richtung des Wiesn-Chefs Josef Schmid. 

In beiden Fällen muss man sich aber die Frage stellen, warum die Preissteigerungen in den Jahren zuvor dann deutlicher ausgefallen sind, ohne Umsatzpacht, als die Sicherheitskosten noch nicht derart exorbitant waren und demzufolge die finanzielle Belastung der Wirte noch nicht so hoch war. Klar ist indes: Weil der Stadtrat gegen Schmids Pläne des Bierpreisdeckels gestimmt hat, diktieren weiterhin die Wirte die Preise auf der Wiesn. Die moderate Erhöhung in diesem Jahr könnte sogar zur Folge haben, dass die Preise im nächsten Jahr tatsächlich um 40 oder 50 Cent steigen. Aber auch das wäre nur schwer zu vermitteln.

Rubriklistenbild: © dpa

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