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Peter T. Schmidt.

Glaubensgemeinschaften vereint

Kommentar: Rat der Religionen - eine große Chance

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München - Der "Rat der Religionen" soll zu einem friedlichen Miteinander in einer sich verändernden Gesellschaft beitragen. Was die Politik nicht mehr schafft, könnte dem Glauben gelingen, hofft unser Autor - ein Kommentar. 

Hetze gegen Flüchtlinge, offene Feindseligkeit gegen Minderheiten und Andersgläubige: Das gibt es, auch in München. Abstellen lässt es sich nicht allein mit Gesetzen und Polizeipräsenz. Wer Extremisten den Boden entziehen will, muss in den Köpfen der Menschen beginnen. Der Glaube kann dazu ein wichtiger Schlüssel sein – vor allem dann, wenn die großen Religionen mit einer Stimme sprechen. Der Münchner Rat der Religionen birgt eine riesige Chance; nicht zuletzt, weil er ohne Einwirkung der Politik aus den Kirchen heraus entstanden ist. Denn der Politik ist die Fähigkeit zur Befriedung der Gesellschaft abhanden gekommen. Sie tut gut daran, auf die Stimme des Rates zu hören, ohne sich einzumischen.

Zunächst muss der Rat das Kunststück schaffen, Barrieren zwischen den Religionen abzubauen. Dazu hat er Experten: Der große Integrator Apostolos Malamoussis bringt mit gnadenloser Herzlichkeit Menschen zusammen, die Moderatorin Barbara Kittelberger weiß, wie man widerstreitende Interessen vereint. Imam Benjamin Idriz hat sich als Netzwerker einen Namen gemacht. Sie können einen Prozess anstoßen. Zum Erfolg braucht es, jenseits jeder Religion: Menschen.

Peter T. Schmidt

Sie erreichen den Autor unter Peter.Schmidt@merkur.de

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