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Volle Bahnsteige, lange Wartezeiten: Der Wintereinbruch hat Folgen vor allem für MVG-Kunden.

Leidtragende sind die Fahrgäste

Kommentar zum S-Bahn-Chaos: Wir sind dem Ganzen hilflos ausgeliefert

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Kaum hält der Winter in München Einzug, versinkt der öffentliche Nahverkehr im Chaos. Darunter zu leiden haben einzig die Fahrgäste. Besserung scheint zumindest in Sicht zu sein.

München - Hier eine eingefrorene Weiche, dort ein Oberleitungsschaden - fertig ist das S-Bahn-Chaos. Mögen die Erklärungen für einzelne Ursachen noch so gut sein, den S-Bahn-Fahrern, die bei Eiseskälte am Bahnsteig stehen und nicht wissen, wie sie in die Arbeit kommen sollen, nützt das herzlich wenig. Eine Chaos-Woche wie diese deckt gnadenlos die Schwachstellen der Münchner S-Bahn auf.

Kommentiert das S-Bahn-Chaos in München: tz-Redakteur Marc Kniepkamp.

Die Infrastruktur ist permanent am Limit, sie ist für so viele Fahrgäste schlicht nicht ausgelegt. Die zentrale Ausrichtung des gesamten Netzes auf die Stammstrecke sorgt dafür, dass ein einzelnes Missgeschick den kompletten S-Bahn-Verkehr für mehrere Stunden durcheinander bringt. All das müssen die Fahrgäste Tag für Tag ausbaden.

In unserem News-Ticker halten wir Sie über alle Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr auf dem Laufenden.

Politik sind weitgehend die Hände gebunden

Gut, dass die Politik jetzt auf das Thema aufmerksam wird, besonders viel bewirken kann sie allerdings nicht. Trotzdem ist der steigende Druck wichtig, um den S-Bahn-Chefs den Ernst der Lage vor Augen zu führen.

Kunden der S-Bahn sind stundenlanges vergebliches Warten nach diesen Chaostagen gewöhnt. Auch auf eine Entschädigung für die verlorene Zeit warten sie jetzt vergebens. Die Fahrpreise sind hoch genug, man könnte meinen, dass die Passagiere dafür eine ordnungsgemäße Beförderung erwarten könnten. Aber Pustekuchen: Sie sind der Bahn hilflos ausgeliefert. So bleibt ihnen abermals nur geduldiges Warten: auf besseres Wetter.

Lesen Sie auch: S-Bahn will Probleme endlich anpacken und verspricht fünf Verbesserungen.

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Marc Kniepkamp

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