Sorge um Frank Plasberg: „Hart aber fair“-Moderator erkrankt - Kollegin übernimmt

Sorge um Frank Plasberg: „Hart aber fair“-Moderator erkrankt - Kollegin übernimmt

Konkurrenz für den Burger

München - Drei Jungunternehmer wollen mit einem neuartigen Fast-Food-Konzept Deutschland erobern: Nährwert und Herkunft der Zutaten legen sie offen, Fleisch reichen sie nur als Beilage.

Vi, was?! Noch müssen die Gründer des Fast-Food-Restaurants „Viqoy“ den Namen ihres Lokals sowie ihres Hauptgerichts buchstabieren. Doch 2020, so zumindest planen es Martin Kargl (32), Franziska Majer (29) und Elke Plank-Kargl (30), soll nahezu jeder wissen, was ein „Viqoy“ ist. Nämlich ein Fast-Food-Restaurant für Gesundheitsbewusste und zugleich ein schnell serviertes, kalorienarmes Gemüsegericht, das Ernährungswissenschaftler entwickelt haben. Es soll dem Burger Konkurrenz machen.

Am heutigen Donnerstag eröffnet das ambitionierte Trio das erste Viqoy an der Kaflerstraße am Pasinger S-Bahnhof, dort wo die Passanten-Frequenz fast so hoch ist wie in der Innenstadt, aber die Mieten noch erschwinglich sind. Im Laufe des Jahres 2013 soll ein kleineres in der Münchner Innenstadt folgen, bis 2015 soll es etwa fünf dieser Lokale in München geben. „Damit wir beweisen können, dass das System multiplizierbar ist“, erklärt Martin Kargl. Ab 2015 sollen die Restaurants dann im Franchise-System Deutschland und Kargls Heimat Österreich erobern. „Schritt für Schritt“, sagt Kargl, und dass sich erst einmal das in Pasing etablieren müsse. „Aber unser System ist so ausgelegt, dass es wie eine Kette beliebig erweitert werden kann“, ergänzt Franziska Majer.

Sie und Kargl führen in Anzug beziehungsweise chicem Blazer durch das Lokal - wie Wirte wirken sie nicht, und das sind sie auch nicht: Majer und Kargl arbeiteten als Unternehmensberater bei McKinsey, bevor sie beschlossen, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Künftig werden sie nicht am Tresen stehen, sondern für die Geschäftsführung beziehungsweise das Marketing verantwortlich zeichnen. Kargls Frau Elke dagegen kommt aus der Gastronomie und fungiert als Personalchefin des noch jungen Unternehmens.

Die drei sind die Betriebsgründung strategisch angegangen: Kargl und Majer sondierten den Markt und führten Analysen durch - so wie sie es auch als Unternehmensberater taten. „Dabei haben wir den Wunsch des modernen Menschen identifiziert, sich gesund zu ernähren, selbst wenn ihm dazu die Zeit fehlt“, erklärt Kargl.

Im Viqoy bekommt der Gast zunächst eine Chipkarte. Nachdem er aus der Speisenkarte ausgewählt hat, geht er damit zur offenen Showküche und ordert beim Koch. Der kann bei Lebensmittelunverträglichkeiten oder speziellen Wünschen - etwa Kohlenhydratverzicht - auch Empfehlungen geben. Binnen drei Minuten ist das Essen fertig, die Bestellung wird auf der Chipkarte gespeichert. An einem i-pad-ähnlichen Terminal legt der Gast die Chipkarte auf - und erfährt sämtliche Nährwerte seiner Mahlzeit: Kalorien, Eiweiß, gesättigte und ungesättigte Fette, Salz, Ballaststoffe. Zudem erfährt er, von welchen Erzeugern die Zutaten stammen, darunter viele in Bio-Qualität.

Die Hauptgerichte sind sogenannte Viqoys, die einem Gemüseeintopf ähneln. Es gibt sie - genau wie die Burger amerikanischer Fast-Food-Lokale - in verschiedenen Ausführungen: Etwa das scharfe „Gute-Laune-Viqoy“, das belebend wirken soll oder das „Landleben-Viqoy“, das entspannend wirken soll. Gemein ist ihnen, dass sie nur aus regionalem Gemüse zubereitet sind, vom Wiener Ernährungsinstitut „Pabst“ nach ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten entwickelt wurden - und maximal 400 Kalorien haben. „Wir wollen dem Gast das Denken abnehmen. Bei uns muss er keine Kalorien zählen, das haben wir bereits für ihn gemacht“, sagt Franziska Majer.

Fleisch wird nur als Beilage gereicht: „Bei Fleisch zählt nicht die Quantität, sondern die Qualität,“ sagt die 29-Jährige. Und weil der Fettgehalt von Schweinefleisch nicht ins Konzept der Jungunternehmer passt, stehen nur Rind und Hähnchen auf der Karte.

Unterschiedliche Symbole auf der Speisenkarte weisen zudem laktose- und glutenfreie Gerichte sowie Veganes und Vegetarisches aus.

Die Preise sind moderat, ein Viqoy kostet inklusive „Extra Energie“ - so heißen die Kohlenhydratbeilagen - um die sieben Euro. Alle Gerichte gibt es auch zum Mitnehmen - freilich in Viqoy-Tüten. Schließlich überlässt Marketing-Chefin Majer die Werbung nicht dem Zufall: „Es ist ein schönes Gefühl, die Leute mit unseren Tüten auf der Straße zu sehen!“

Von Bettina Stuhlweißenburg

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Eskalation in S-Bahn: Münchner legt plötzlich Arm um Nebenmann - danach wird es richtig brutal
Ein 18-Jähriger steigt mit seiner Freundin (15) in eine S-Bahn und setzt sich neben einen 20-Jährigen, der Musik hört. Als er ihn anfasst, eskaliert die Situation.
Eskalation in S-Bahn: Münchner legt plötzlich Arm um Nebenmann - danach wird es richtig brutal
Münchner Mieten-Wahnsinn zu Ende? Studie stellt gewagte These auf
Die Wahnsinns-Mieten in München sollen im vergangenen Jahr billiger geworden sein. Diese gewagte These stellt eine aktuelle Studie auf. Das steckt hinter den Zahlen.
Münchner Mieten-Wahnsinn zu Ende? Studie stellt gewagte These auf
Das Handbuch für Einheimische und Neuankömmlinge: Mit „Neu in München“ 2020 die Stadt entdecken
“Neu in München“ 2020: Das Handbuch für Zugezogene und Einheimische – in unserem Magazin finden Sie Tipps, Reportagen und Interviews für das ganze Jahr.
Das Handbuch für Einheimische und Neuankömmlinge: Mit „Neu in München“ 2020 die Stadt entdecken
Kostenlose Aktivitäten in München: Diese Geheimtipps sollten Sie unbedingt kennen
Die Landesmetropole gilt als teuerste Stadt in Deutschland. “Neu in München“ 2020 stellt Aktivitäten vor, die nichts kosten.
Kostenlose Aktivitäten in München: Diese Geheimtipps sollten Sie unbedingt kennen

Kommentare