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900 Hektar Bauland gibt es im Münchner Norden. Die Stadt prüft nun, wie das Gelände bebaut werden kann.

Kosmos statt SEM: Wie die Stadt 900 Hektar Bauland entwickeln will 

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Im Münchner Norden sollen auf rund 900 Hektar Wohnungen gebaut werden. Der Stadtrat hat gestern für eine städtebauliche Untersuchung nach einem kooperativen Modell (Kosmos) gestimmt.

Die umstrittene städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) ist damit vom Tisch. Die Grünen kritisieren das. Die Fraktion hatte noch versucht, mit einem Änderungsantrag an der SEM im Norden festzuhalten, war aber gescheitert.

Mit der SEM wären die Grundstückspreise eingefroren worden, die Stadt hätte demnach Grundstücke zu einem günstigeren Wert kaufen können als auf dem Markt üblich. Beim Verkauf der Grundstücke an Bauträger legt die Stadt jedoch den Verkehrswert zugrunde, die so entstandenen Gewinne fließen in den Ausbau der Infrastruktur. Was dann noch an Geld übrig bleibt, erhält der ursprüngliche Besitzer des Grundstücks.

Befürworter der SEM sagen, dass es nur durch dieses Mittel möglich sei, große Neubaugebiete zu entwickeln, andernfalls blieben Stadt und Steuerzahler auf den Kosten sitzen. Durch die SEM finanzierten jene die Erschließung, die auch am meisten von der Baulandwerdung ihrer Grundstücke profitieren. Gegner der SEM führten stets ins Feld, dass mit ihr auch Enteignungen möglich seien und landwirtschaftliche Flächen in Bauland umgewandelt werden. Die Stadt hat immer wieder betont, dass es nicht zu Enteignungen kommen werde und jeder Bauer weiter Landwirtschaft betreiben könne.

Wie genau das neue Modell Kosmos nun gestaltet wird, ist offen. Es gilt auch nur für den Münchner Norden, im Nordosten will eine Stadtratsmehrheit aus Grünen und SPD derweil an der SEM festhalten. Grünen-Chefin Katrin Habenschaden übte gestern scharfe Kritik: „Warum die SPD ein wohnungspolitisches Instrument, das sie im Nordosten aus guten Gründen verteidigt, im Norden leichtfertig aufgibt – das verstehe, wer will.“

Um entscheiden zu können, muss die Verwaltung planerische Untersuchungen, Bestandsaufnahmen und Analysen durchführen. Daneben werden auch rechtliche und wirtschaftliche Konsequenzen untersucht. Ein bedeutender Baustein bei der Planung in dieser Größenordnung ist, alle Akteure zu beteiligen. 

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