CSU kritisiert Palästina-Tage

München - Die geplanten Palästina-Tage sorgen für Wirbel. Die Münchner CSU kritisiert, dass zu der Veranstaltungsreihe nur "ausgewiesen israelkritische" Referenten eingeladen seien.

Die CSU-Fraktion im Stadtrat kritisiert die Auswahl der Referenten für die am Wochenende beginnenden Palästina-Tage. Sie seien allesamt „ausgewiesen überaus israelkritisch“, so die Christsozialen. Die Veranstaltungsreihe wird vom städtischen Kulturreferat unterstützt. Die Stadträte Richard Quaas und Marian Offman wollen nun von der Stadt wissen, ob es angesichts der „derzeit virulenten politischen Situation“ im Nahen Osten „opportun“ sei, eine Veranstaltung zu unterstützen, die eindeutig für eine Seite Position beziehe.

Die CSU verlangt Auskunft darüber , in welcher Form das Kulturreferat die Veranstaltung unterstützt, und warum von Seiten des Referates nicht angeregt worden sei, „zumindest auch neutrale Stimmen mit einzubeziehen“. Ein nicht israelkritisches Journalistenteam, das über die Veranstaltung berichten habe wollen, sei dem Vernehmen nach abgewiesen worden, so Quaas und Offman. Die einseitige Tendenz der „Palästina-Tage“ werde besonders offenbar, wenn die Biographie über den israelischen Staatspräsidenten und Friedensnobelpreisträger Shimon Peres mit dem Titel „,Friedenspolitiker‘ und und Nationalist“ angekündigt werde - wobei „Friedenspolitiker“ in Anführungszeichen steht.

„Willst du Frieden? Dann schaffe Gerechtigkeit“, lautet das Motto der Palästina-Tage mit Vorträgen, Lesungen und Konzerten im Gasteig, der Muffathalle und im EineWeltHaus vom 19. Juni bis zum 9. Juli. Die Reihe beginnt am Samstag, 19. Juni, mit einem Konzert des palästinensischen Oud-Spielers und Sängers Ghidian Qaimary aus Jerusalem. Der bekannte Musiker spielt palästinensische Folklore und moderne arabische Musik auf dem Saiteninstrument. Beginn ist um 20 Uhr im EineWeltHaus, Schwanthalerstraße 80.

Am Dienstag, 22. Juni, spricht die jüdische Menschenrechtsanwältin Felicia Langer um 19 Uhr zum Thema „Der lange Weg zum Frieden“ im Gasteig. Die Reihe endet mit Tamar Amar-Dahl, der sein Buch „Shimon Peres - ,Friedenspolitiker‘ und Nationalist“ am Freitag, 9. Juli, 19 Uhr im Gasteig präsentiert (Programm: www.einewelthaus.de).

wö/dmy

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