Zugunglück an Bahnübergang in Penzberg: Eine tote Person

Zugunglück an Bahnübergang in Penzberg: Eine tote Person
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Ein Mann hält ein Heft mit dem Aufdruck "Deutsches Reich Reisepass" in der Hand.

Vier von ihnen besitzen scharfe Schusswaffen

KVR: 134 „Reichsbürger“ wohnen in München

München - Das Kreisverwaltungsreferat bestätigt auf Anfrage unseres Nachrichtenportals, dass 134 sogenannte Reichsbürger in unser Stadt leben. Diese Zahl habe das KVR der Polizei München gemeldet. 

Aufgefallen waren die „Reichsbürger“ zum Beispiel dadurch, dass sie versuchten, ihren Pass abzugeben oder indem sie deutlich machten, die Behörde nicht anzuerkennen. Das teilte KVR-Sprecher Johannes Mayer am Freitagmorgen mit. 

Vier dieser Personen verfügten über erlaubnispflichtige, also „scharfe" Schusswaffen, sie seien also Sportschützen oder Jäger. Drei Personen hätten „Kleine Waffenscheine“. Diese berechtigen dem KVR dazu, erlaubnisfreie Gas-, Schreckschuss- oder Signalwaffen zu führen. Dem KVR zufolge seien in der Vergangenheit zwei „Reichsbürgern“ eine waffenrechtliche Erlaubnis entzogen worden.

Mayer: „Bei den jetzigen insgesamt sieben Personen prüfen wir zügig, in sehr enger Abstimmung mit den anderen Sicherheitsbehörden und in intensiver Auswertung vorhandener Erkenntnisse, ob ein Widerrufsverfahren, also der Entzug der waffenrechtlichen Erlaubnisse, möglich ist.“

Etwa 340 „Reichsbürger“ in Bayern besitzen Waffen

Wer in Deutschland eine Schusswaffe kaufen oder nutzen will, muss vor allem zuverlässig sein. So steht es im Waffengesetz, Paragraf 5. Dann ist von der „persönlichen Eignung“ die Rede. Ungeeignet ist zum Beispiel, wer schon mal zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden ist. Ein „Reichsbürger“ zu sein, gehört bislang nicht zu den Ausschlusskriterien. Seit den tödlichen Schüssen auf einen Polizisten im mittelfränkischen Georgensgmünd liegen die Dinge etwas anders. Vergangene Woche sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU), dass 340 so genannte Reichsbürger im Freistaat Waffen besitzen und sprach von einem „Alarmsignal“. Die Landratsämter haben nun die Aufgabe, mutmaßliche „Reichsbürger“ mit Waffenbesitzkarte oder Waffenschein zu überprüfen – und im Zweifel zu entwaffnen.

sah

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