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Mehr Platz, mehr Service: Im Frühling kommenden Jahres beginnt die Erweiterung des Kreisverwaltungsreferats. Auf das Dach wird ein zusätzliches Stockwerk gesetzt, wo Büros entstehen. Die neuen Mitarbeiter sollen helfen, die Wartezeiten im Bürgerbüro zu reduzieren.

Zusätzliches Stockwerk auf Gebäude

270 neue Mitarbeiter sollen Wartezeiten im KVR reduzieren

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München - Auf den alten Gebäudekomplex an der Lindwurmstraße wird ein zusätzliches Stockwerk gesetzt, um dort neue Büros zu schaffen.

München wächst jedes Jahr um rund 25 000 Einwohner, und damit auch der Personalbedarf in den städtischen Behörden. Besonders überlastet sind die Mitarbeiter des Kreisverwaltungsreferats, die ihre Aufgaben zur Zufriedenheit der Bürger kaum noch bewerkstelligen können. Die Warteschlangen reichen oft bis auf die Ruppertstraße hinaus, das gleiche gilt für viele im Stadtgebiet verteilte Bürgerbüros. Jetzt soll auf das Hauptgebäude in der Isarvorstadt ein zusätzliches Stockwerk gesetzt werden, um Platz für 270 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Baubeginn ist April kommenden Jahres. „Die Aufstockung ist ein wichtiger Baustein, um die Wartezeiten für die Münchnerinnen und Münchner zu verkürzen“, sagt KVR-Sprecher Johannes Mayer.

Das Kreisverwaltungsreferat ist in zwei Gebäude unterteilt. Der ältere Komplex an der Poccistraße wurde in den 1980er Jahren von einem privaten Investor gebaut und an die Stadt vermietet, gleiches gilt für das östlich davon gelegene Haus, wo sich Standesamt und Trausäle befinden. Dieses Gebäude wurde Ende der 1990er gebaut und ans KVR vermietet. Die Kapazitäten in den Gebäuden sind erschöpft. Um den Service für die Bürger zu verbessern, blieb nur eine Erweiterung des Gebäudes. Das KVR einigte sich mit dem Vermieter, der Grundstücks-Verwaltungs- und -Verwertungsgesellschaft, darauf, auf das an der Lindwurmstraße gelegene Gebäude ein fünftes Stockwerk zu bauen.

Die Stadt hatte zwischenzeitlich erwogen, das Vorkaufsrecht zu ziehen und beide Gebäude zu erwerben. Dafür wäre allerdings ein hoher Millionenbetrag fällig geworden, deshalb zog die Stadt es vor, weiter Mieter zu bleiben. Die neu entstehenden Flächen werden Teil des bestehenden Mietvertrags. Der Mietpreis pro Quadratmeter wird nach Sanierung und Aufstockung in etwa gleich bleiben. Da die Gesamtfläche nach der Aufstockung aber größer sein wird, wird die monatliche Gesamtmiete entsprechend steigen.

Wegen der Aufstockung des Gebäudes werden Mitarbeiter aus dem oberen Stockwerk zeitweise umziehen. Weil in den oberen Stockwerken keine Abteilungen mit Parteiverkehr untergebracht sind, werden die Bürger von den Umbaumaßnahmen nicht betroffen sein. „Grundsätzlich denken wir im Zuge des Umbaus und der Sanierung auch über eine Optimierung der Parteiverkehrsbereiche in den unteren Stockwerken nach“, sagt Sprecher Mayer. Der Parteiverkehr läuft aber weiter. Aktuell bieten die beiden KVR-Gebäude rund 950 Arbeitsplätze, nach dem Umbau sind es dann 1220. Die Bauzeit beträgt 18 Monate. Während der Aufstockung soll das Gebäude auch energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden.

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