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Freischankflächen in München

Länger draußen sitzen: 24-Uhr-Regelung bleibt

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München - Die verlängerte Betriebszeit für Freischankflächen im Stadtgebiet ist auch im Sommer 2016 ohne nennenswerte Beschwerden aus der Bevölkerung verlaufen. Darum soll an der Regelung festgehalten werden.

Dies geht aus einer Antwort von Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle (SPD) auf eine Anfrage der CSU-Stadtratsfraktion hervor. 

Seit dem Jahr 2014 dürfen Restaurants oder Kneipen ihre Gäste in den Monaten Juni bis August bis 24 Uhr im Freien bewirten. Zuvor war dies nur bis 23 Uhr erlaubt. Nach einer Pilotphase im Jahr 2014 beschloss der Stadtrat 2015, dass diese Regelung dauerhaft gilt. Böhle zufolge wurde auch von der Polizei bestätigt, dass es zu keinem signifikanten Anstieg der Einsatzzahlen aufgrund von Lärmbeschwerden von Anwohnern gekommen sei. Die Regelung gilt allerdings nur an Freitagen, Samstagen und vor Feiertagen.

Thomas Böhle (SPD): Der KVR-Chef will an seiner Praxis festhalten.  

Nach Auskunft Böhles hatte sich schon während der Pilotphase gezeigt, dass sich die Beschwerden trotz verlängerter Betriebszeiten nur im Rahmen der vergangenen Jahre bewegten. Vorausgegangen war eine lange öffentliche Diskussion, dass München gerne mit weltstädtischem Flair wirbt, die Sperrzeit bei den Freischankflächen aber provinziell sind.

Lärmbeschwerden von Anwohnern gibt es vor allem im Glockenbachviertel an der Müllerstraße. Allerdings wird dort bis weit in die Morgenstunden gefeiert – und der Lärm resultiert von vorüberziehenden, grölenden Horden. Seit Gründung eines Aktionsbündnisses von Wirten, Anwohnern und Stadt hat sich die Situation etwas gebessert.

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