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In München erfolgreich: Die FDP-Leute Wolfgang Heubisch, Anke Pöhlmann, Martin Hagen mit seiner Frau (v.r.). 

Nicht nur die Grünen legten in München zu

FDP und ÖDP von Landtagswahl beflügelt: Mit Schwung in die Europawahl

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Zwei Tage nach der Landtagswahl steht München noch immer unter dem Eindruck des Erfolgs der Grünen. Doch auch andere Parteien erzielten interessante Ergebnisse. Zum Beispiel die FDP, die mit 8,6 Prozent in der Stadt mehr Stimmen hat als in der Region.

„Ich freue mich, dass sich so viele Münchner für uns entschieden haben“, sagt Ex-Staatsminister Wolfgang Heubisch, der als Direktkandidat in Schwabing sogar fast 13 Prozent erreichte.

Warum die Partei bayernweit nicht so erfolgreich war? Das weiß Heubisch so kurz nach der Wahl noch nicht. Ihm zufolge tragen es viele Wähler der Partei nach, bei der Bundestagswahl keine Regierungsverantwortung übernommen zu haben. „Das habe ich im Wahlkampf an den Info-Ständen gespürt.“

Heubisch rechnet nicht mit einer Regierungsbeteiligung. „CSU und Freie Wähler werden sich einig. Umso wichtiger ist, dass wir unsere Projekte in der Opposition vorantreiben.“ Den Breitband-Ausbau auf dem Land etwa. „Damit sich Unternehmen nicht nur in München, sondern auch in der Region niederlassen.“ Außerdem möchte die FDP das Polizeiaufgabengesetz ändern: „Die grundlose Verwahrung von Menschen ist nicht hinnehmbar.“ Die Liberalen bereiten sich jetzt für die Europawahl im Mai 2019 vor. „Wir sind viertstärkste Kraft, obwohl wir zuvor nicht im Landtag vertreten waren. Diesen Schwung nehmen wir mit.“

Auch die ÖDP konzentriert sich auf die Europawahl. „Hier gibt es keine Fünf-Prozent-Hürde“, sagt der Landesvorsitzende Klaus Mrasek. Die Angst vor der verschenkten Stimme habe das Ergebnis – 1,7 Prozent in der Stadt – verzerrt.

Die Freien Wähler schnitten in München mit 6,1 Prozent weitaus schlechter ab als in der Region. „Das liegt daran, dass unsere Gesichter auf dem Land bekannter sind“, sagt Michael Piazolo. „Wir stellen in Bayern 600 Bürgermeister und zwölf Landräte.“ In München sei die Partei dagegen medial kaum präsent. „Obwohl wir mit unseren Zielen – Abschaffung der Studiengebühren, kostenfreie Kitas und maßvolle Nachverdichtung – durchaus Großstadt-Themen gesetzt haben und setzen.“

Enttäuscht sind die Linken, die in München immerhin 4,5 Prozent erreichten. „Wir hatten nicht zuletzt wegen der vielen Kundgebungen in München, etwa der #ausgehetzt-Demo, auf ein Wunder gehofft“, sagt Ates Gürpinar. „Andererseits wäre es eine Sensation gewesen, wenn wir es wirklich in den Landtag geschafft hätten.“

Lesen Sie auch: News-Ticker zur Landtagswahl in Bayern 

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