Fälle häufen sich wieder

Lebesgefährliche Flucht auf Güterzügen

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München - Die Bundespolizei hat am Dienstagmorgen 15 teils stark unterkühlte Personen auf offenen Waggons am Ostbahnhof entdeckt. Die Gleise wurden kurzfristig gesperrt.

Unter lebensgefährlichen Umständen sind am Dienstag in der Früh 15 Flüchtlinge in München angekommen. Die Eritreer hatten sich in Sattelaufliegern auf Güterzügen versteckt. Beamte der Bundespolizei kontrollierten routinemäßig die Züge am Ostbahnhof und entdeckten die Menschen, die teilweise stark unterkühlt waren. Seit 1. November sind damit bereits 59 Flüchtlinge auf diesem Weg in der Landeshauptstadt angekommen.

Nach Angaben der Bundespolizei befanden sich in einem Zug, der am Dienstag um 7.45 Uhr am Ostbahnhof ankam, vier Männer aus Eritrea. „Sie waren in einem relativ guten gesundheitlichen Zustand“, sagt Wolfgang Hauner, Sprecher der Bundespolizei. Eine Stunde später kamen weitere acht Männer und eine Frau aus Eritrea in Sattelaufliegern versteckt am Ostbahnhof an. „Fünf Migranten haben wir angetroffen, vier haben sich auf den Gleisen entfernt“, berichtet Hauner. Die Polizei sperrte darum kurzzeitig die Gleise. Eine Hubschrauberbesatzung machte die Flüchtlinge kurze Zeit später ausfindig. Die Eritreer, die mit dem späteren Zug ankamen, waren stark unterkühlt. Die Frau musste in eine Klinik eingeliefert werden. Wegen des Polizeieinsatzes kam es zu Verzögerungen auf der Stammstrecke.

Bereits im Oktober registrierte die Bundespolizei 47 Migranten, die unerlaubt auf Güterzügen von Italien nach Deutschland kamen. Wiederholt mussten bei den Einsätzen Gleise am Bahnhof Berg am Laim, am Leuchtenbergring, am Rangierbahnhof und den angrenzenden Bahnstrecken teilweise gesperrt werden. Die Landespolizei nimmt die Daten der aufgegriffenen Flüchtlinge sodann auf. 

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