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Ausflug auf der Isar - besser nicht beim derzeitigen Hochwasser.

Appell von Polizei und Wasserwacht

Lebensgefährlich! Wieder Warnung für die Isar

München - Polizei und Wasserwacht warnen auch für dieses Wochenende wieder davor, die Isar mit Schlauchbooten oder anderen Wassersportgeräten zu befahren - Grund ist das Hochwasser.

Die Isar ist weiterhin mit Vorsicht zu genießen, Münchner Polizei und Wasserwacht warnen davor, Ausflüge mit Booten zu unternehmen. Solange der Fluss Hochwasser hat, sei es einfach zu gefährlich. Nicht nur für die Wassersportler selbst, auch die Retter würden in gefährliche Situationen gebracht. Das Landratsamt des Kreises Bad Tölz-Wolfratshausen hat deshalb auch das Fahrverbot zwischen Tattenkofener Brücke und Marienbrücke verlängert. 5000 Euro Bußgeld droht denen, die trotz Verbot auf der Isar schippern und in Seenot geraten.

Am vergangenen Wochenende waren etliche Bootsfahrer unterwegs - trotz Warnung. Die Wasserwacht

hatte jede Menge zu tun

Polizei und Wasserwacht geben teilen folgende Hinweise mit.

Das Hochwasser ist an folgenden Punkten gut zu erkennen: 

- Das Wasser ist braun und trüb

- Die Strömung fließt sehr schnell 

- Inseln sind überspült 

- Baumstämme treiben im Wasser

- Nach Stufen und Wehren und Wasserfällen bilden sich Wasserwalzen aus denen man sich nicht befreien kann – Absolute Lebensgefahr! (Zum Beispiel an der Marienklausenbrücke und am Flauchersteg)

Besondere Gefahren bei Hochwasser

- Strömungen, die sich durch überspülte Inseln bilden und die bei niedrigem Wasserstand nicht da sind 

- Baumstämme/große Äste, die das Boot rammen und beschädigen können 

- Wehre sind überspült und es bilden sich lebensgefährliche Wasserwalzen

Tipps zum Fahren bei normalem Wasserstand

- 200m unterhalb der Thalkirchner Brücke ist die letzte Ausstiegsmöglichkeit, rechts am Isarstrand. Danach ist das Befahren der Isar verboten!

- Direkt danach kommen die Flaucher-Wasserfälle. Hier sind nicht nur die Bootsinsassen gefährdet, sondern vor allem auch die Badegäste unterhalb des Wasserfalles. 

- Rafting-Boot benutzen, keine "Inseln mit Palme", einfache Schlauchboote etc., denn es besteht die Gefahr der Beschädigung durch spitze Steine im Wasser 

- Schwimmweste nutzen, sie wärmen an etwas kälteren Tagen ein wenig und bieten Schutz vor am Ufer abstehenden Ästen und Zweigen. Außerdem sind sie eine gute Griffmöglichkeiten, um jemanden wieder ins Boot zu ziehen

- Neoprenschuhe tragen, denn man hat im Boot bessere Haftung und sie schützen im Wasser vor Scherben oder sehr spitzen Steinen

- kein Alkohol! Er führt nur zur schnelleren Selbstüberschätzung, verringerter Risikowahrnehmung und schnellerer Auskühlung bei einem unfreiwilligem Bad in der Isar 

- Man sollte sich vorher informieren, wo Bootfahren erlaubt ist und wo die letzten Ausstiegspunkte sind 

- Bade- und Bootsverordnung beachten! 

- im Internet über die Aus- und Umstiegsstellen informieren 

- letzter Ausstieg: kurz vor oder nach der Thalkirchner Brücke! Der Vorteil für Bootfahrer an der Thalkirchner-Brücke: U-Bahn- Anschluss und ein großer Parkplatz

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