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Und dann die Hände zum Himmel: Fitnesstrainer Klaus Reithmeier lädt zu seinem Lederhosentraining im Englischen Garten.

Massenbewegung im Englischen Garten

Reithmeiers Münchner „Lederhosentraining“ auf Rekordjagd

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Jeden Montag bittet Klaus Reithmeier im Englischen Garten zu seinem Lederhosentraining. Mittlerweile ist die Sport-Einheit längst Kult - die Zahl der Teinehmer steigt und steigt.

München - Auf unserem Artikelbild sehen Sie Hunderte auf der Schönfeldwiese im Englischen Garten. Allerdings tummeln sich hier nicht die Nackerten, sondern die Rackernden. Motto: Muskelgrüße aus der Lederhosn. Wollen Sie mitmachen? Ganzjährig immer am Montag von 19 bis 20 Uhr. Und was kostet’s? Gar nichts! Höchstens einen Muskelkater…

Lederhosentraining - so nennt Klaus Reithmeier (33) diese Veranstaltung, die er 2011 ins Leben gerufen hat. „Ich will, dass jeder die Möglichkeit hat, etwas für seine Gesundheit zu tun und sich nicht fragen muss, ob er sich das leisten kann“, sagt der selbstständige Fitnesstrainer. Das kommt an. „Das letzte Mal haben rund 700 Menschen mitgemacht, und ich will am nächsten Montag die 1000er-Marke knacken.“

Begeistert mittlerweile wöchentlich mehrere hundert Münchner: Fitnesstrainer Klaus Reithmeier - stilecht mit Lederhose.

Am Anfang war es eine reine Gaudi

Dass sich seine Sport-Aktion mittlerweile zu einer echten Massenbewegung ausgeweitet hat, konnte Reithmeier - der eigentlich Lehramt studiert hat - freilich nicht ahnen. „Das Ganze begann vor sechs Jahren. Ich war auf dem Oktoberfest und hatte am nächsten Tag einen Kundentermin und trug auch wieder meine Lederhosn. Der Kunde kommentierte: ,Ach, haben wir heute ein Lederhosentraining?‘ So ist die Idee entstanden. Auf dem Heimweg habe ich das gleich mit zwei Spezln im Englischen Garten ausprobiert. Einfach aus Gaudi.“

Das erste Jahr schleppte sich noch so dahin, erinnert sich Reithmeier - doch im zweiten, nach einem Bericht des Bayerischen Fernsehens, spurtete das „Sporteln für alle“ los. „Wir verdoppeln uns jährlich“, sagt der Fitnesstrainer. Und wer macht mit? „Natürlich viele Sportler, aber wir haben wirklich alle dabei: auch korpulentere Menschen, Kinder klatschen im Kinderwagen mit, eine Stammgästin ist über 80.“

„Zwei bis fünf Prozent kommen in Lederhosen“

Etwas für den Körper tun und Spaß dabei haben. „Der Name Lederhosentraining heißt nur, dass das Konzept kein modischer internationaler Gag ist, sondern alle Trainings von mir entwickelt worden sind, dass es bayerisch ist. Aber ein paar kommen tatsächlich in Lederhosen - so zwischen zwei und fünf Prozent.“

Weil das Konzept so toll ankommt, wird es derzeit in zehn weiteren bayerischen Städten getestet. Dortige Fitnesstrainer werden auf Reithmeiers Konzept geschult und dürfen seine Trainingsmethoden in ihren Studios übernehmen. „Unter der Bedingung, dass sie einmal wöchentlich die Gratis-Veranstaltungen in einem öffentlichen Park übernehmen.“ Fernziel: „Dieses Training in ganz Bayern anbieten.“

Matthias Bieber

lederhosentraining.de

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