Mehrere Monate Aufschub

Islamzentrum: Letzte Frist für die Moschee

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Der Moscheebau steht auf der Kippe. Der Ältestenrat des Stadtrats hat dem Münchner Forum für Islam eine letzte Frist gesetzt, um das Geld für das Grundstück aufzubringen. Ansonsten wird die Reservierung aufgehoben.

Der Ältestenrat hat dem Münchner Forum für Islam (MFI) noch einmal einige Monate Zeit gegeben, um die erste Großspende für das Islamzentrum an Land zu ziehen. Gut vier Millionen Euro brauchen die Initiatoren, um der Stadt ein Grundstück an der Dachauer Straße abzukaufen. Wie berichtet, hatten sie Anfang Dezember dem Ältestenrat gemeldet, die Spende stehe unmittelbar bevor. Das Geld ging dann aber nicht ein – offenbar, weil der Staat Saudi-Arabien es seinem Staatsbürger untersagt.

Am Freitag entschied der Ältestenrat nun, dem MFI die Frist bis Ende Juni zu gewähren. Anders als in der Vergangenheit scheint es sich diesmal tatsächlich um eine letzte Frist zu handeln. Der Ältestenrat habe einstimmig einer „letztmaligen Verlängerung“ zugestimmt, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. „Sollte die Spende nicht bis 30. Juni eingegangen sein, wird das Grundstück anderweitig verplant werden.“ Bis Ende des Jahres müsse dann – wie schon bisher vorgesehen – die Finanzierung für das gesamte Projekt nachgewiesen werden, „zumindest aber für den ersten Bauabschnitt (Moschee)“.

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Langsamer Abschied von der Moschee

Islamzentrum: Die versprochenen Millionen sind noch nicht da

Der Initiator des Islamzentrums, Imam Benjamin Idriz, zeigte sich in einer ersten Reaktion erfreut über die Fristverlängerung. „Eine gute Nachricht für München!“, heißt es in einer Mitteilung. „In Zeiten, in denen immer deutlicher wird, wie wichtig verstärkte Bemühungen um gelingende Integration für das friedliche Zusammenleben sind, ist es eine gute Nachricht für alle Münchner, dass das Projekt weiterhin auf die Unterstützung aller demokratischen Parteien bauen kann.“ Der Sponsor habe seine „Entschlossenheit zur Unterstützung“ erneut bekräftigt und auch gegenüber Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) schriftlich zugesichert. „Das MFI hat seit dem Start der Initiative entscheidenden Wert auf Unabhängigkeit gelegt“, schreibt Idriz. Das solle „in enger Kooperation mit der Stadt auch so umgesetzt werden.“

Zweifel wachsen: Kommt das Geld zusammen?

Wenn das Islamzentrum denn kommt. Die Frist wurde zwar noch einmal verlängert, die Zweifel, ob Idriz das Geld zusammenbekommt, sind im Rathaus zuletzt aber wie berichtet gewachsen. Auch im Ältestenrat soll am Freitag einhellig die Meinung geherrscht haben, dass man nun eine allerletzte Frist ausrufen werde. Der Oberbürgermeister soll betont haben, dass das auch mit Idriz abgesprochen sei. Heißt: Hat der Imam das Geld bis Ende Juni nicht zusammen, wird er die Stadt auch nicht um noch eine Fristverlängerung bitten.

Der Ältestenrat erklärte, über die Person des Spenders müsse „volle Transparenz“ hergestellt werden. Die hat Idriz zugesichert. Dem Vernehmen nach ist der potenzielle Sponsor bereit, sich in wenigen Wochen dem Oberbürgermeister persönlich vorzustellen.

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