Philipp braucht dringend einen Spender.

"Wir hoffen sehr, dass er es packt"

Leukämie! Philipp (24) will seinem Spezl Martin (29) helfen

München/Magdeburg - Eine Zufallsbekanntschaft machte Philipp (24) und Martin (29) zu Freunden. Jetzt hat einen der beiden eine dramatische Nachricht erreicht: Leukämie.

Martin (r.) will seinem Spezl helfen.

Angefangen hat alles auf einem Boot am Gardasee. Zufällig trafen dort Philipp Janz (24) und Martin Wiedemann (29) aufeinander. Nach ein paar Stunden waren die Urlauber Freunde, heute sind sie die besten Kumpel – obwohl sie 500 Kilometer entfernt wohnen. Martin in München, Philipp in Magdeburg. Seit zwei Wochen hat sich allerdings eine dramatische Lebenswendung zwischen die Freunde fürs Leben gedrängt: Philipp hat Leukämie, Blutkrebs. Der Schock sitzt tief. Martin sagt: „Ich denke permanent daran.“

Nicht nur ihre Liebe zum Gardasee verbindet die beiden. Sie sind schon zusammen vom Hochhaus gesprungen und quer durch Deutschland getourt. „Wir sind komplett auf einer Wellenlänge“, sagt Martin, „und haben jeden Tag Kontakt.“

Umso verwunderter war der 29-jährige Versicherungskaufmann, als er am Freitag, 12. August, den ganzen Tag nichts von seinem besten Spezl hörte. Am Abend dann der Anruf, der alles verändern sollte. Philipp erzählt seinem Freund von der Diagnose und, dass er vorerst in der Klinik bleiben muss. Martin fährt so schnell wie möglich ins Magdeburger Krankenhaus.

Philipp wirkt äußerlich gefasst. „Aber in seinen Augen konnte man genau sehen, wie sehr ihn das ganze mitnimmt“, beschreibt Martin.

Der Tag des Besuchs war auch der letzte vor Beginn der Chemotherapie, die vorerst auf ein Jahr angesetzt ist. Philipp ist seitdem ein anderer Mensch. Er ist total fertig, kann kaum noch reden. Schockierend für Martin, der ihn immer als lebensfrohen Mensch kannte.

Er möchte für seinen besten Freund in dieser Zeit vor allem eine Stütze sein und auch wieder etwas Freude ans Krankenbett bringen. Beim letzten Besuch hat Martin seinem Kumpel das Modell eines BMW M3 mitgebracht. „Es war immer Philipps Traum, dieses Auto mal zu besitzen“, erzählt er. Nächstes Jahr sollte es soweit sein.

Damit Philipp überlebt, braucht er vor allem eins: einen Spender. Dafür registrieren kann man sich bei der DKMS (weitere Informationen erhalten Sie unter www.dkms.de).

„Wir hoffen sehr, dass Philipp es packt“, sagt Martin. Bis dahin wollen die beiden so gut es geht optimistisch bleiben und dabei auch immer ihr großes Ziel im Blick behalten: nächstes Jahr wieder zusammen an den Gardasee fahren zu können.

Sabrina Höbel

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