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Freie Fahrt: Andreas Herrmann (li.) und Christian Irmler testen den neuen Radweg.

Lücke jetzt offiziell geschlossen

Radweg zwischen Hbf und Pasing fertig

München - Der Fuß- und Radweg zwischen dem Hauptbahnhof und Pasing ist komplett - der letzter Abschnitt hat 1,55 Millionen Euro gekostet und ist jetzt fertig.

Die letzte Lücke ist offiziell geschlossen: Jetzt ist der acht Kilometer lange Fuß- und Radweg vom Hauptbahnhof über Laim nach Pasing komplett. Am Dienstag präsentierte das Baureferat den neuen Abschnitt zwischen der Unterführung an der Bärmannstraße und dem Anschluss zur Margarethe-Danzi-Straße. Damit ist der letzte Abschnitt zwischen Pasing - Obermenzing und Neuhausen - Nymphenburg vollendet.

1,4 Kilometer neuer Fuß- und Radweg führen jetzt entlang der Bahntrassse München-Freising, wo zuvor nur ein einfacher Trampelpfad war. Etwa 1,55 Millionen Euro stellte der Stadtrat für das Projekt südwestlich der Nymphenburger Schlossmauer zur Verfügung - ein Betrag, den die Planer ausschöpften, aber nicht überschritten. Wer nun von der Unterführung an der Bärmannstraße Richtung Innenstadt unterwegs ist, findet zunächst 800 Meter getrennten Rad- und Fußweg. Bis zur Kleingartenanlage erstreckt sich der sechs Meter breite Abschnitt. Die Aufteilung für Fußgänger und Radler ist optisch leicht nachzuvollziehen. So sticht der Fußweg durch eine hellere Farbe hervor und ist vom Radweg durch einen Streifen aus Pflastersteinen getrennt.

Die folgenden 600 Meter bis vor zum Wendehammer an der Margarethe-Danzi-Straße sind hingegen ganz schlicht geteert. Und das hat einen Grund: Denn hierbei handelt es sich im Grunde nur um eine Alternativroute. Der eigentliche Plan ist, den Weg direkt an den S-Bahnschienen entlang zu legen. Aber erst nachdem die Deutsche Bahn eine Entscheidung über die 2. Stammstrecke der S-Bahn getroffen hat, kann hier weiter gebaut werden. Wann dies der Fall sein wird, wissen auch die Projektleiter des Baureferats nicht. Bis dahin soll die Alternativroute Abhilfe schaffen.

Das Bauvorhaben bedeutete jedoch einen Eingriff in die Natur. Die Untere Naturschutzbehörde stimmte nur unter der Auflage zu, dass die Stadt Ausgleichsflächen schafft. Für die 1,4 Kilometer lange Strecke fielen schließlich 51 Bäume. Im Gegenzug wertete die Abteilung Gartenbau Ackerflächen an der Langwieder Heide auf.

Offiziell soll der neue Fuß- und Radwegabschnitt im Oktober freigegeben werden. Bis dahin sollen alle Bauarbeiten abgeschlossen, vier Bänke und Mülleimer aufgestellt und die Beleuchtung installiert sein. Bisher künden nur leere Laternenmasten von der künftig durchgängigen Straßenbeleuchtung. Anfang September will das Baureferat die letzten Bauzäune entfernen, damit jeder ungehindert den neuen Abschnitt passieren kann. Viele Spaziergänger und Radler lassen sich sowieso nicht von den Bauzäunen abhalten: Der Weg wird bereits rege genutzt.

Johannes Lohmaier

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