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Bald auch in Münchens Innenstadt? Model-Ikone Kate Moss bei der Eröffnung eines „Topshop“-Ladens in London.

Nie mehr zum Shoppen nach London?

Makler verraten: Diese In-Läden wollen nach München

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München - Nach London fliegen, um bei Topshop zu shoppen? Vielleicht ist das bald nicht mehr nötig. Münchner Makler verraten, welche Läden sich in der Innenstadt ansiedeln wollen - und welche Luxus-Probleme es gibt.

Ein Viertel wird plötzlich schick, die Mieten steigen, Bewohner ohne dicke Geldbörse werden langsam verdrängt. An den Folgen der Gentrifizierung leiden bislang eigentlich nur Geringverdiener. Doch diese Entwicklung gibt es offenbar auch in den Luxus-Sphären der Maximilian- und Kaufingerstraße. Zumindest in Ansätzen.

Sören Hoffmann ist Immobilienmakler bei CBRE, einem internationalen Maklerkonzern mit Niederlassung in München. Gestern zog CBRE Bilanz über das vergangene Jahr. Hoffmann kümmert sich in München darum, hochklassige Immobilien an hochklassige Textil-Einzelhändler zu vermitteln. Er sagt, die Mieten in diesen Bereichen hätten Höhen erreicht, die auch für sogenannte Premium-Händler immer schwieriger zu finanzieren werden. „Die Retailer sind mittlerweile nicht mehr bereit, jeden Preis zu bezahlen“, sagt Hoffmann. Zum Beispiel lägen die Mietpreise für die Maximilianstraße bei bis zu 350 Euro pro Quadratmeter (Residenzstraße: 190 Euro). Mit solchen Edel-Läden noch faktische Gewinne einzufahren, ist für einige internationale Marken aber ohnehin oft zweitrangig.

Eine Entwicklung, die auch City-Partner, der Innenstadt-Marketing-Verband, bestätigen kann. „Wir beobachten mit Sorge, dass Markenläden im Premiumsektor sehr hohe Mieten bezahlen, obwohl die gar nicht erwirtschaftet werden“, sagt City-Partner-Geschäftsführer Wolfgang Fischer. Für Luxus-Marken sei der Standort oft wichtiger als der Umsatz. Um zu zeigen, dass man ganz oben mitspielt. Und um die eigene Marke aufzuwerten.

Diese Strategie habe aber eben auch zur Folge, dass damit das Mietniveau für andere Läden steigt, sagt Fischer. Doch konkrete, belastbare Zahlen für diesen Bereich gibt es nicht. Die Händler wollen sich nicht in die Karten schauen lassen und preisgeben, wie viel sie tatsächlich verdienen. Sören Hoffmann: „Die Mieter beschweren sich zwar über die hohen Mieten. Über die Gewinnmargen spricht aber niemand.“

Und zu all diesen Problemen kam vergangenes Jahr auch noch schlechtes Wetter dazu. Luxus-Makler Hoffmann spricht von einem „schwierigen Jahr“ für die Münchner Textil-Einzelhändler. Im Sommer war es zu kalt – niemand kaufte Kleider – und im Winter zu warm – niemand kaufte Winterschuhe. Das habe die Bilanzen getrübt. Und dennoch: Trotz der Probleme entwickelt sich das Luxus-Geschäftsfeld. Zwar nicht so dynamisch wie in Berlin, wo viel mehr Flächen zur Verfügung stehen, aber dennoch: Der Bereich zwischen Maximilianstraße und Odeonsplatz macht sich laut Hoffmann gerade gut, die Residenzstraße mit der Verlängerung Dienerstraße habe ebenfalls großes Potenzial.

Diese Läden sind heiß auf München

Und weil man in München eben nach wie vor sehr gute Geschäfte machen kann, brodelt auch die Gerüchteküche für Neueröffnungen: Das Londoner-Label „Topshop“ (Hipster-Mode) drängt offenbar auf einen eigenen Laden, die Japaner „Uniqlo“ (Daunenjacken) suchen in München, „Oakley“ (Sportbrillen) will sich vergrößern, und der Sportschuhladen „Snipes“ möchte einen Flagshipstore eröffnen. Munkelt man zumindest in der Einzelhandelsszene. Einige dieser Firmen sind zwar bereits in München vertreten, jedoch in kleinen Läden. „Sie wollen erstmal ein Gefühl für den deutschen Markt bekommen“, sagt Sören Hoffmann. Es scheint ein gutes Gefühl zu sein.  

P atrick Wehner

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