1. Startseite
  2. Lokales
  3. München
  4. Stadt München

Mann bedroht Gerichtsvollzieher mit Waffe - stundenlang verschanzt

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Alzenau/Würzburg - Weil ein Mann seine Schulden nicht bezahlen wollte, hat der 58-Jährige einen Gerichtsvollzieher und Polizisten mit einer Waffe bedroht. Danach verschanzte sich der offensichtlich geistig Verwirrte stundenlang in einem Keller in Alzenau (Landkreis Aschaffenburg), bevor er am Donnerstagmorgen von einem Spezialkommando überwältigt werden konnte.

Wie die Polizei in Würzburg mitteilte, erschoss der 58-Jährige zuvor einen Polizeihund, der zu ihm in den Keller geschickt worden war. Menschen wurden bei dem Einsatz nicht verletzt. Später fand die Polizei mehrere scharfe Waffen im Haus des Mannes. Ob er alle legal besaß, ist noch unklar.

Der Gerichtsvollzieher war am Mittwochabend mit Polizeischutz zu dem 58-Jährigen gefahren, weil dieser bereits in der Vergangenheit Probleme gemacht hatte. Rund 400 Euro sollte der Mann zahlen, ansonsten verhaftet werden.

Als die Männer am Abend durch eine offene Kellertüre gingen, standen sie plötzlich dem Hausherrn gegenüber und wurden mit der Schusswaffe bedroht. Da die Situation zu gefährlich war, zogen sich die Beamten zurück und forderten Unterstützung an. Der Bereich um das Haus wurde weiträumig abgesperrt;Bewohner angrenzender Häuser mussten ihre Wohnungen verlassen.

Allerdings wollte der Mann trotz intensiver Gespräche mit den Beamten nicht aufgeben, sondern verbarrikadierte sich. Als kurz vor Mitternacht ein Schuss in dem Haus fiel, schickte die Polizei einen Hund zu dem Mann. Der 58-Jährige erschoss das Tier. Danach stürmte das Spezialkommando das Haus und überwältigte den Mann.

Noch im Laufe des Donnerstags sollte geklärt werden, ob der Alzenauer in eine Bezirksklinik kommt. Zudem wollte die Polizei weitere Einzelheiten zu dem Vorfall bekanntgeben.

dpa

Auch interessant

Kommentare