Markus Kretschmer ist der Chefingenieur für die 2. Stammstrecke.

Markus Kretschmer (50)

Das ist der Herr der zweiten Stammstrecke

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Er hat das U-Bahnsystem im arabischen Doha/Katar gebaut, war an der ICE-Strecke Nürnberg-München als Planer beteiligt und wirkte auch beim an den Kosten gescheiterten Transrapid mit: Jetzt ist Markus Kretschmer (50) der Chefingenieur der 2. S-Bahnstammstrecke, deren Bauarbeiten am 6. März am Marienhof Fahrt aufnehmen sollen.

München - Dort sind in Form eines Stahlgestells auch schon die ersten Vorboten der Baumaßnahme zu sehen: Über dem östlichen U-Bahnabgang wird ein Infopavillon errichtet, der bei dem großen Bürgertest zum Spatenstich am 5. und 6. April eröffnet wird. Dort sind übrigens als Künstler die Wise Guys sowie die Cuba Boarischen angefragt.

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Bis Frühjahr 2018 werden am Marienhof Leitungen, die dem Schacht zum künftigen Bahnsteig im Weg sind, an den Rand des Platzes verlegt. Schon im März werden neben der Schrammer-, Diener- und Weinstraße provisorische Straßen und Gehwege asphaltiert. Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen erst im Sommer 2018. Da graben sich dann die Bagger in die Tiefe. So richtig heftig wird es aber erst noch mal ein Jahr später: „Die Massentransporte finden erst ab 2019 statt, so Kretschmer.

So soll der Infopavillon am Marienhof aussehen.

Diese Phase wiederum dauert ein bis zwei Jahre lang an. „In diesem Zeitraum muss man schon alle fünf bis zehn Minuten mit einem Lastwagen rechnen, der Erdreich abtransportiert“. Nur an Werktagen und tagsüber soll gegraben werden. Auch Baupausen während der Weihnachtszeit wären denkbar. Für die Aushubarbeiten würde Kretschmer sich wünschen, dass nur Anlieger die Sparkassenstraße, den Hofgraben und den Marienhof befahren dürfen. „Wir brauchen Platz für die Radfahrer und Fußgänger.“
Mit etwas Verzögerung geschehe dies auch am Hauptbahnhof und am Orleansplatz. Insgesamt resümiert Kretschmer: „Im Jahr 2023 ist das Schlimmste überstanden.“ Dann würden Tunnel und U-Bahnhof unter Tage ausgebaut. „Da bekommt man über der Erde nicht viel mit.“ 

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