17 Masern-Fälle: Stadt rät zur Impfung

München - Die Masern breiten sich derzeit in München aus. Seit dem 3. Januar sind in München bereits vier Erwachsene und 13 Kinder an dem hochansteckenden Virus erkrankt.

Unter den Erkrankten ist auch eine fünfköpfige Familie. Das Gesundheitsreferat befürchtet eine Ausbreitung der Krankheit und empfiehlt eine Impfung.

Noch immer sei die Annahme verbreitet, dass es sich bei Masern um eine harmlose Kinderkrankheit handle, sagt Ingo Bachem, Leiter des Sachgebiets Infektionsschutz im städtischen Gesundheitsreferat. „Doch Masern können einen schweren Verlauf nehmen.“ Eine von 10 000 bis 20 000 Masernerkrankungen in Deutschland verlaufe noch immer tödlich. Bachem: „Dabei ist es völlig unsinnig, dass Menschen sterben, weil es einen gut verträglichen Impfschutz gibt.“

Bachem hat selbst noch nicht von sogenannten „Masernpartys“ in München erfahren, bei denen Eltern ihre Kinder bewusst mit dem Virus in Berührung bringen. Doch es gebe Menschen, „die wollen, dass ihre Kinder Masern bekommen, weil sie denken, es sei gut für das Immunsystem.“

Masern sind hochansteckend und werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Zwar sind inzwischen etwa 90 Prozent der Kinder in Bayern bis zur Einschulung geimpft, doch bei älteren Kindern und Jugendlichen bestünden noch größere Impflücken, sagt Bachem. Das Gesundheitsreferat empfiehlt dringend, den eigenen Impfschutz und den der Kinder überprüfen zu lassen. Wer bereits Masern hatte oder zwei Impfungen erhalten hat, hat einen lebenslangen Schutz.

Die Erkrankung beginnt typischerweise mit Husten oder Schnupfen und Fieber, auch eine Bindehautentzündung ist häufig. Erst zwischen dem dritten und siebten Tag entwickelt sich der typische kleinfleckige Ausschlag, der im Gesicht und hinter den Ohren beginnt. Wer Symptome an sich oder seinem Kind bemerkt, sollte nach telefonischer Vorinformation sofort einen Hausarzt aufsuchen. Nähere Info gibt es auch im Gesundheitsreferat unter Telefon 089/23 34 78 09. wö

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