Polizei ermittelt

Masseur soll junge Flüchtlinge missbraucht haben

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München - Ein Masseur soll junge Flüchtlinge missbraucht haben. Die Polizei ermittelt gegen den 50-Jährigen, der bereits in Untersuchungshaft sitzt. Es soll vier Opfer gegeben haben.

Die Polizei ermittelt gegen einen Münchner, der jugendliche Flüchtlinge sexuell missbraucht haben soll. Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft ist Haftbefehl gegen den Mann ergangen – bereits vergangene Woche wurde er in Untersuchungshaft genommen. Der 50-Jährige ist kein unbeschriebenes Blatt: Mehrfach ist er bereits polizeilich in Erscheinung getreten, ist unter anderem auch einschlägig vorbestraft. Nun soll der Masseur die Not junger Flüchtlinge ausgenutzt haben, um sich von ihnen sexuell befriedigen zu lassen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind die mindestens vier Opfer zwischen 15 und 17 Jahre alt. Da die Ermittlungen noch relativ weit am Anfang stehen, halten sich die Behörden mit Details zu den Vorwürfen sehr bedeckt. Auch, von wem und auf welche Weise die Fälle angezeigt wurden, soll „aus ermittlungstaktischen Gründen“ noch nicht bekannt gegeben werden.

Mann lockte wohl Jugendliche mit Geld

Es gibt aber offenbar Hinweise, dass der Mann die Jugendlichen mit Geld für kleine Hilfsarbeiten lockte und sich deren Vertrauen erschlich. In der Folge soll er den jungen Männern gegen Geld sexuelle Gefälligkeiten abverlangt haben. Einmal in den Fängen des 50-Jährigen, soll dieser die jugendlichen Flüchtlinge unter Druck gesetzt, sie zum Beispiel gewarnt haben, dass sie abgeschoben werden könnten, wenn bekannt würde, was sie getan haben.

Nach bisherigen Kenntnissen sollen die Missbrauchsfälle Anfang des Jahres begonnen und sich bis vor wenigen Tagen hingezogen haben. Dem mutmaßlich rückfälligen Kinderschänder droht nun erneut eine lange Gefängnisstrafe, sollten sich alle Anschuldigungen bestätigen. Laut Strafgesetzbuch § 182 werden sexuelle Handlungen mit Minderjährigen unter Ausnutzung einer Zwangslage mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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