Neue Klinikleitung: Geschäftsführer Viktor Wohlmannstetter (li.) und ärztlicher Direktor Prof. Peter Habermeyer. rk

Mehr Qualität und weniger Skandale

München - Aus Alpha wird Atos: Ein Jahr nach der Insolvenz der Alpha-Klinik wagt jetzt die Atos-Privatklinik einen Neuanfang – mit mehr Qualität und niedrigeren Preisen.

Ein Kleinkrieg zwischen den drei Gesellschaftern hatte die Alpha-Klinik ruiniert. Einer von ihnen, Wirbelsäulenspezialist Drs. Horst Dekkers, musste sich zudem mehrmals wegen Behandlungsfehlern und unnötigen Operationen verantworten. Den beiden anderen wurde Unterschlagung und Insolvenzverschleppung vorgeworfen. Insolvenzverwalterin Bettina Beutler hatte die drei Teilhaber daraufhin kurzerhand entlassen.

Seit August vorigen Jahres hat die Klinik einen neuen Besitzer: Die Heidelberger Atos-Privatklinik hat die Alpha-Klinik übernommen. Unter der ärztlichen Leitung von Prof. Dr. Peter Habermeyer präsentiert sich die Klinik jetzt rundum erneuert. „Wir setzen auf ein renommiertes Ärzteteam und auf modernste Techniken und Methoden“, sagt Habermayer. Die zwei bestehenden Fachbereiche, Wirbelsäulen- und Kniechirurgie, wurden um die vier neuen Spezialpraxen für Fuß und Sprunggelenk, Schulter, Hüfte sowie für ästhetisch-plastische Chirurgie ergänzt. Zu den Neuerungen zählt auch eine Notfallambulanz für Sportverletzungen. Sieben Tage pro Woche geöffnet, könnte sie für Privatversicherte eine Alternative zu den städtischen Krankenhäusern werden.

Statt auf Quantität setzt das neue Ärzteteam auf Qualität – und will sich damit von der Alphaklinik abgrenzen. „Die beste Operation ist die, die man vermeidet“ sagt Kniespezialist Prof. Strobel. Dank minimalinvasiver Eingriffe, für die nur ein kleiner Schnitt nötig ist, können die Patienten schneller wieder nach Hause.

Noch sind die Umbaumaßnahmen nicht abgeschlossen. Statt 16 soll es künftig 45 Betten geben. Dabei werde „gesteigerter Hotelkomfort“ geboten. Zusätzlich zum medizinischen Fachpersonal werden darum auch Hotel- und Servicekräfte gesucht. „Gegen den Trend schaffen wir neue Arbeitsplätze“, sagt Habermeyer stolz.

Trotz der luxuriösen Einrichtung soll die Behandlung künftig für jedermann erschwinglich sein – nicht nur für arabische Patienten wie in der einstigen Promiklinik. „Wir fühlen uns als Münchner Klinik“, sagt Habermeyer. „Unser Wunschpatient kommt aus München oder Oberbayern.“

Veronika Pfannes

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